Eine Gruppe von Halunken ist scharf auf ein Stücken Land, auf dem es eine Goldmine geben soll. Die Nichte des ermordeten Landbesitzers gerät in Gefahr, Sartana [ Gianni Garko ] mischt sich ein…
„Was würden Sie davon halten, wenn wir beide ins Geschäft kommen und teilen?“
„Wüsste nicht, was wir teilen sollen. Ne Schüssel dicke Milch?“
Derartig - zumindest in der deutschen Synchro - vollgestopft mit Kalauern wird aus dem erwarteten Rachewestern eher eine Westernkomödie, wobei sich der porträtierte „Held“ Sartana als gerissener Derwisch statt als wortkarger Stoist entpuppt.
So bezieht die vierte richtige Fortsetzung der Sartana – Serie seine Kurzweil auch aus den spitzbübischen Aktionen seines Protagonisten, der den Gaunern immer eine Sekunde voraus ist und ihre Bösartigkeit ins Leere laufen lässt. Die wenigen Actionszenen werden auch allein sehenswert durch das Spannungsmoment des Unvorhergesehen, wie sich Sartana jetzt seinen Widersachern entledigt, ob mit seinen schnittigen Karten, einem Feuerwerk oder doch der Pistole. Die Brutalität hält sich dabei sehr in Grenzen, eigentlich ist nach heutigen Maßstäben gar nichts Derartiges zu sichten, Spencer/Hill Komödien haben mehr Gewalt.
Die dargebrachten Sprüche sind zumindest anfangs fehl am Platze, sobald sich die Erwartungshaltung ändert aber durchaus annehmbar, könnten in der Masse aber ruhig etwas weniger bzw besser sein.
Ganz weit oben steht allerdings der mehr als eingängige Score von Bruno Nicolai, der eigentlich schon wieder viel zu schade für den Film ist.
Mehr als eine ganz unterhaltsame Produktion ist das nämlich nicht.