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Meisterdieb und Schatzsucher Asian Hawk bekommt den Auftrag seines Lebens. 12 Bronzeköpfe der Chinesischen Tierkreiszeichen wurden während der Opiumkriege gestohlen und sind über den Erdball verteilt. Der Auftrag lautet – aufspüren und zurück in den Sommerpalast nach Peking bringen. Der Auftrag führt Asian Hawk in mehrere Kontinente. Er muss sich durch Paris schlagen, steht Dschungelkämpfern gegenüber und kämpft selbst in der Luft mit übermächtigen Gegnern. Knifflige Rätsel warten an jeder Ecke und eine brenzlige Situation jagt die andere. Kann Asian Hawk alle wertvollen Bronzeköpfe wiederbeschaffen?

Auch wenn ich sagen muß, das mir Jackies neue Filme längst nicht durchgehend gefallen, muß man dem Mann doch Respekt zollen. Er sieht hier weder im Gesicht noch vom Bewegungsablauf aus wie knapp 60 und macht sichtbar viele seiner Stunts immer noch selbst. CZ12 ist dabei nicht das Kürzel für eine tschechische Autobahn, sondern die Bezeichnung der chinesischen 12 Tierkreiszeichen, deren symbolische bronzene Köpfe der Schatzsucher Jackie, oder hier genannt JC, zusammen mit seinem Team aus weiten Teilen der Welt beschaffen soll. Der Film fungiert dabei als der dritte Teil der Armour of God Reihe, die ersten beiden waren gut, dann schauen wir mal in die 2012 Variation.
In Sachen Action und Tempo kann man jedenfalls nicht meckern. Wirkliche Längen gibt es höchstens dann, wenn man es mit der Moral oder übertriebenen Patriotismus ein wenig übertriebt (dafür hauptsächlich die Coco Figur zuständig). Gerade zu Beginn gibt Jackie Vollgas, wenn er in Ganzkörper-Rollerskates halsbrecherisch die Serpentinen runterrast oder sich in schönster Disney Kulisse einem verschollenen Schatzboot nähert, auch wenn dieses Set frappierend an Fluch der Karibik erinnert, vom dem es unter den Trottelpiraten sogar einen Lookalike gibt. Auch der Showdown im HQ der Kulturdiebe ist gut gemacht, lediglich der abschließende Luftkampf ohne Fallschirm und die Rutschpartie den Vulkan runter sind doch ein wenig zu dick aufgetragen.
Chan bemüht sich dabei sichtbar darum, die Strukturen der Erfolgsrezepte wieder einzugliedern. Wie in Teil zwei haben wir drei sehr unterschiedliche weibliche Charaktere, die dem Guten das Leben auch schon mal schwer machen. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz und auch die Spaßkämpfe mit allem, was der Haushalt so hergibt, sind wieder mit dabei. Man kann ihm zwar jetzt mangelnde Risikobereitschaft und Originalität vorwerfen, ich seh es aber so wie bei Steven Seagal. Der kann von mir aus 25 Sequels zu Alarmstufe rot drehen, das Konzept funktioniert, insofern alles gut. Da kann man die Hatz nach den 12 (übrigens potthäßlichen) Tierköppen schon noch als entspannte Actionkomödie durchgehen lassen. Nur der große Zauber scheint bei Jackie mittlerweile verflogen zu sein.
7/10

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