Review

Achtung, Spoiler!

Vor dem Film hatte war ich skeptisch, "Spoorloos" hatte mich echt umgehauen und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen das das Hollywoodremake, wieder von George Sluizer, irgendwas taugt. Nach dem Film war ich jedoch positiv überrascht. Natürlich kommt der Film nicht mehr an das ultrageniale Orginal ran, spannend ist er aber auf jeden Fall. Ich hätte gedacht "The Vanishing" wäre exakt der selbe Film wie "Spoorloos", nur mit Hollywoodschauspielern, doch so ist es nicht ganz. Der Film ist zwar sehr ähnlich zum Orginal, ist ja auch das Remake, einbisschen was neues hat sich Sluizer aber schon ausgedacht.

Die Story ist natürlich dieselbe, nur leicht abgeändert und sie wird hier einbisschen schneller erzählt, allerdings ist der Film diesmal anders aufgebaut. "The Vanishing" fängt damit an, das der Zuschauer den Kidnapper, der diesmal den Namen Barney trägt, kennen lernt. Wir erfahren beispielsweise das er Chemielehrer und glücklicher Vater zweier Töchter ist. Diese Stelle kam beim Orginal erst viel später. Insgesamt erfährt man nicht ganz so viel über Barney wie bei "Spoorloos" über Raymond.

Nach 10 Minuten sehen wir ein junges Pärchen das mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub ist. Diese Stelle kam bei "Spoorloos" ja ganz zu Beginn.

Auf das Ende war ich besonders gespannt. Ich war etwas überrascht, denn es ist ganz anders als im Orginal. Dieses mal ist Rita, die Freundin von Jeff, mit von der Partie. Sie kommt dahinter das Barney Jeff lebendig begraben hat, rettet ihn und es kommt zum erbitterten Kampf um Leben und Tod. Man sieht zum Schluss sehr deutlich das es sich bei "The Vanishing" um ein Hollywoodremake handelt. Somit ist das Ende hier kein bisschen verstörend, trotzdem bin ich mit dem Schluss zufrieden. Mal ehrlich, es wäre doch doof gewesen wenn Sluizer wieder genau das selbe Ende gebracht hätte. Das Finale ist vielleicht nicht so supertoll, vor allem wenn man es mit dem des Orginales vergleicht, aber spannend ist es auf jeden Fall.

Dadurch das die Geschichte hier mit mehr Tempo erzählt wird und die einzelnen Handlungsabschnitte an anderen Stellen kommen, so wie das neue Ende wird "The Vanishing" spannend, auch für Leute wie mich, die das Orginal schon kennen.

"Dude" Jeff Bridges hat mich in der Rolle des Barney nicht so überzeugt wie Bernard-Pierre Donnadieu im Orginal. Da man etwas weniger über seine Familie usw erfährt als in "Spoorloos" kommt er hier eher als so eine Art netter Typ von nebenan rüber. Das mit dem liebevollen Familienvater bleibt etwas auf der Strecke. Außerdem passt die Rolle des Barney nicht ganz zu Jeff Bridges. Kiefer Sutherland spielt nicht schlecht, kommt an die grandiose Verkörperung Gene Bervoets als Rex Hofman aber nicht ran. Gut gefallen hat mir Sandra Bullock. Sie überzeugt ebenso wie Johanna ter Steege in der Rolle der Saskia im Orginal.

Fazit: Ich bin mit dem Film zufrieden. Er erreicht zwar nicht mehr die Klasse des Orginals, aber das war klar. Jedenfalls ist der Film spannend und ich finde gut das sich Sluizer ein paar neue Sachen ausgedacht hat, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

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