Review

Ganz großes Trashkino.

Gerade in Anbetracht dessen, dass der Regisseur Luigi Cozzi mit "The Killer must kill again" einen, auch was das Handwerkliche betrifft, sehr guten Thriller geschaffen hat, ist es umso erstaunlicher was für ein Schund hier mit „Star Crash“ abgeliefert wurde.

Besonders die Dreistigkeit mit der bei „Star Wars“ geklaut wurde ist teilweise schier unglaublich.
Der akute Mangel an Budget macht sich bereits beim Beginn des Films erkennbar, in dem ein riesiges Raumschiff (bei wem hier wohl abgekuckt wurde?) durchs Bild fliegt in das offensichtlich weder viel Geld noch etwas Phantasie investiert wurde. Auch für einen anständigen Einführungstext im besten „Star Wars“-Stil war das Budget wohl zu knapp bemessen, also musste in diesem Fall ein ruckeliger Wortbrei reichen.
Die Story ist hirnrissig und teilweise logisch kaum nachvollziehbar, die Sets (dafür ist das All aber wahnsinnig farbenfroh) und das Make-up (die Höhlenmenschen!) sind durchgehend lausig, die Raumschiffmodelle wirken, wie erwähnt, nicht mal ansatzweise real, die Spezial-Effekte verursachen im besten Fall Augenkrebs und die Stop Motion-Szenen sind an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Wenn der Riesenroboter der Amazonen (für richtige Außerirdische hat’s in diesem Film nicht gereicht) ungelenk und in abgehakten Bewegungen die beiden Helden verfolgt fragt man sich ob Cozzi sein Werk überhaupt ernst meinte.

Die Schauspieler warten ebenfalls nicht mit großartigen Leistungen auf. Grinsebacke AKton (Marjoe Gortner) oder Stella Star (sexy und auch in den unpassendsten Situationen immer knapp bekleidet, Caroline Munro) agieren unglaubwürdig. Highlights des Films (unter vielen) sind gewiss der Auftritt von David Hasselhoff („Ich war jung...“ usw.) als Sohn des Emperors und Joe Spinell als, wortwörtlich, diabolischer Count Zarth Arn (bei den Namen haben sich die Drehbuchautoren sichtlich „Mühe“ gegeben), die beiden verleihen dem Film noch einiges an unfreiwilliger Komik.

Objektiv ist der Film natürlich eine totale Gurke, da wirklich rein gar nichts passt, aber wie so oft: so schlecht, dass es schon wieder gut ist. Und gerade was das betrifft ist „Star Crash" ein Paradeexempel.

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