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Der Hexer Warlock warten auf seine Hinrichtung. Doch einen Tag zuvor gelingt ihm mit Hilfe schwarzer Magie die Flucht. Und zwar schickt ihn der Zauber 300 Jahre in die Zukunft. Dort soll er im Namen Satans eine alte Bibel zusammenbauen, deren Seiten in verschiedenen Orten aufbewahrt werden. Doch auch der Hexenjäger Redferne wurde in die Zukunft geschickt, um mit der Kellnerin Kassandra den Warlock zu stoppen und die Welt vor dem Untergang zu bewahren.

Nachdem der liebe Gott seinen Sohn schon so etwa im Jahre 0 (vor oder nach Christus?) ins Rennen schickte, fand Luzifer es an der Zeit seinen nichtziegenbehörnten aber legolasfrisierten Junior auf die Menschheit loszulassen. Allerdings muß dieser sich die Adoption erst verdienen, in dem er alle drei Teile des Zauberbuchs Grand Grimoire zusammensucht, in dem der wahre Name Gottes (Harald) steht. Dieser rückwärts ausgesprochen vernichtet die Schöpfung, also Büchereiausweis eingepackt und quer durch die Staaten auf Loseblattsammlungssuche.
Warlock bietet dabei beinahe mehr Fantasy- als Horrorelemente, aber auch Comedy ist in leichten Dosen mit dabei. Die beiden Protagonisten starten im Jahr 1689, werden von Satan in die Jetztzeit transferiert und um zu zeigen, wer der Böse ist, wird ein armes, aber vorlautes junges Ding mit einem Alterungsfluch, 20 Jahre pro Tag also nur minimal oberhalb einer Eintagsfliege, belegt. So haben wir zwei Jäger und einen Büchersammler, deren Wege sich allerdings doch zu selten kreuzen.
Hier hätte man deutlich mehr Action reinlegen können. Meist pendelt man zwischen den Gruppen, wenn der Warlock meist leider nur offscreen die Nebenfiguren killt, während sich Redferne und Cassy nicht immer lustige Dialoge und natürlich die üblichen Zeitreisespäße liefern (was ist ein Auto?). In der Beziehung hat die Fortsetzung deutlich mehr zu bieten. Dennoch schafft es der routinierte Horror-Dreher Steve Miner, nie völlig das Interesse zu verlieren und zumindest, wenn Julian Sands sein zynisches Lächeln auspackt kommt der Horrorfreund auf Kosten. Schade ist da wirklich das die Tötungen nur angedeutet werden, wie er den ungläubigen Jungen erledigt, um die Flugfähigkeit zu erhalten, hätte ich dann schon gerne gesehen.
6/10

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