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Aus dem 17. Jahrhundert verschlägt es einen Hexer in die USA des Jahres 1988. Dort macht er sich auf die Suche nach Teilen eines Schriftstücks, dessen Besitz alle Welten ins Chaos stürzen soll. Hexenjäger Giles hat die Zeitreise ebenfalls mitgemacht und schickt sich an, dies zu verhindern, wobei er sich mit der einheimischen Kassandra verbündet.

Der von Steve Miner inszenierte Fantasyfilm bietet wahrlich keine ausgeklügelte Geschichte. Einen gewissen Unterhaltungsfaktor hat das Szenario um die zwei Typen von damals im Heute dennoch. Das liegt zum einen daran, dass sich „Warlock“ nicht todernst nimmt. Hier und da bringt er Humor mit ein und das Aufeinandertreffen der beiden Zeitepochen birgt von Haus aus schon etwas Potenzial. Zum anderen hat man mit Julian Sands einen charismatischen Schurken am Start und das ist immer was wert.
„Warlock“ ist in seiner B-Haftigkeit durchweg solide und wartet auch mit ein paar Effekten auf. Sowohl praktische als auch visuelle FX kommen zum Einsatz und ist das aufgrund des Budgets auch nie wirklich groß oder bombastisch, so sprüht das vor Charme aus der zweiten Reihe. Sofern man sich dafür erwärmen kann. Trotz der ungelenk wirkenden Flugeinlagen. Der Horroraspekt ist vernachlässigbar, Härten oder finstere Atmosphäre sind seltene Zutaten. Der Score von Jerry Goldsmith ist gelungen und mit Richard E. Grant hat man in der zweiten Hauptrolle einen guten Griff gemacht. Lori Singer als Kassandra überzeugt nicht immer, das Skript hat mit der Figur allerdings auch nicht wirklich viel vor.

„Hey, you know the earth is round?“

Der doch öfters günstig wirkende Streifen hat durchaus Charme und mit Grant sowie (insbesondere) Sands zwei ansprechend aufspielende Darsteller an Bord. Die Effekte reißen nicht so viel, die Fliegerei noch weniger, die Geschichte ist recht einfach gestrickt. Dennoch hat „Warlock“ Unterhaltungswert, wenn auch alles in einem kleineren Rahmen. Netter Fantasy-Quatsch aus den späten 1980ern.

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