Review

Sexbombe / Sani-Schnitte / Psychopflegerin / Killerqueen


„Nurse 3D“ hatte ich damals auf dem Fantasy Filmfest knapp verpasst, doch der Wortlaut vor dem Film, der danach lief und für den ich eine Karte hatte, ging in etwa so: „Einer der trashigsten und miesesten Filme, die hier je liefen!“. Das wollte ich jahrelang gerne glaube, doch meine Neugier auf Grund der Prämisse, der Paz, des Posters und des Genres (im Grunde ein Sexploitation-Slasher) wollte nie so richtig verschwinden. Nun konnte ich ihn endlich sehen - und bin etwas traurig, dass ich ihn damals nicht mit Bier und Zuschauern sehen durfte... 

Wir folgen einer psychopathischen Killerkrankenschwester und wie sie sich zur „Bestraferin“ aller cheatenden, lügenden und verletzenden Männer aufschwingt - selten mit einem Höschen an, aber oft mit einem spitzen Gegenstand in der Hand... Ok. Wow. Wo und wie fängt man(n) hier an... Am besten bei Miss De La Huerta, die derart mies und daneben, unterkühlt spielt, dass es schon wieder sehenswert ist, die derart sexy ist, dass die Reihe vor jeder Reihe mit Männern im Kino sich sicher öfters beschwert hat, dass die Herrschaften doch nicht dauernd gegen die Lehne treten sollen, die ihre Rolle derart drüber und drollig interpretiert, dass man es kaum glauben kann. Sie ist definitiv beängstigend in vielerlei Hinsicht, wirkt manchmal etwas maskulin und strange, zeigt dann aber zum Glück sehr deutlich, dass sie eindeutig eine Frau ist und kann einem schon den Kopf verdrehen. Und dabei stehe ich eigentlich gar nicht auf dunkelhaarige Riesinnen - aber hey, die spielt in ihrer eigenen Liga. Katrina Bowden dann noch dazu, die eigentlich noch wesentlich hübscher ist als die bizarre Schwester des Todes - aber die duscht dann eben regelmäßig mit Unterhose. Jup. Sachen gibt’s. Was kann „Nurse“ sonst noch? Ein paar lächerlich-naive Effekte in der dritten Dimension; ein klares Grindhouse-Feel auch ohne Grieseln, Korn, Filmrisse; ein paar nette, passende Popsongs; einige spektakuläre Kills; dümmste Dialoge; eigentlich keine echte Geschichte; ein Ende zwischen frech und unverschämt; auch ein paar nackte Herren; eine knackige Laufzeit. Ach, und erwähnte ich schon, dass Frau de la Huerta vor allem untenrum eine massive Textilallergie zu haben scheint?! Danke Gott für die mittlerweile oft hypersensible Haut der Menschen!

Fazit: Willkommen im Dollhaus, im Hospital della Grindhouse! „Nurse (3D)“ ist schlechter Geschmack, schlechtes Schauspiel, schlechtes 3D, schlechte Filmkunst - aber ziemlich richtig gemacht! Nehmt/Versteht das, wie ihr wollt... Vielleicht ist aber gerade auch einfach nicht genug Blut in meinem Kopf... Ich hätte jedenfalls eine Fortsetzung bestellt. 

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