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Der Name ist Programm: Über seine Laufzeit von zwei Mal 90 Minuten entwickelt dieser TV-Thriller eine Intensität, für die manche spielfilmlange Genrefilme töten würden. 

Die „Story“ ist wie in vielen Filmen dieser Art mehr Situation als Geschichte: Die junge Chyna (Molly Parker) übernachtet an Thanksgiving bei ihrer Freundin/Arbeitskollegin Laura und deren Familie. Just in dieser Nacht verschafft sich ein Psychopath (John C. McGinley) Zugang zum Haus, schlachtet die Familie ab und entführt Laura in seinem Camper. Chyna überlebt als einzige und verfolgt den Killer. Denn dieser hat offenbar noch ein weiteres Opfer zu Hause. Ein Katz- und Maus-Spiel beginnt, bei dem noch einige Menschen ihr Leben lassen werden. 

Wem dieser Plot bekannt vorkommt, der muss nicht lange nachdenken. Zahlreiche spätere Thriller funktionieren nach einem ähnlichen Schema, von HAUTE TENSION über ALONE bis HUSH, sie alle verdanken INTENSITY mit Sicherheit die eine oder andere Szene oder Idee. 

Mit John C. McGinley als psychopathischem Killer ist der Produktion zudem ein echter Casting-Coup gelungen. Man nimmt diesem Typen ausnahmsweise mal wirklich ab, dass der Thrill für ihn entscheidend ist und nicht der Kill. 

Für eine Fernsehproduktion ist INTENSITY überhaupt ein extrem grausamer Thriller geworden, obwohl – oder vielleicht gerade weil – die explizite Gewalt komplett im Off bleibt. Sicher, ein paar Szenen überspannen den Bogen etwas und einige Logiklücken gibt es auch. Aber alles in allem ist INTENSITY ein äußerst gelungener und überraschend tighter Thriller, der auch 30 Jahre nach seiner Entstehung kaum an Wirkung eingebüßt hat. 

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