Eine Gruppe Yakuzas entführt zwei Schwestern, von denen die eine, unter Drogen gesetzt, von ihnen vergewaltigt wird. Sie entkommt ihren Peinigern und erzählt einer Ärztin im Krankenhaus von den unmenschlichen Verbrechern, die ihre Schwester verkauft haben. Beim Nachlassen des Rausches stürzt sie sich in den Tod, doch die Psychiaterin will sie rächen. Das ist, wie auch der eine Bandenboss richtig bemerkt, ganz schön abwegig, warum die Psychiaterin sich da so reinhängt, allerdings noch gar nichts im Gegensatz zu dem, was noch folgt. Die clevere Ärztin nämlich setzt dem einen Vergewaltiger unter Hypnose den Floh ins Ohr, er wäre nicht mehr impotent, wenn der seine Kollegen killt, das gibt es wohl nur in japanischen Drehbüchern. Sofern der Zuschauer denn zwischen den massenweisen Sexszenen eine Handlung ausmachen will, geht es um die Rache der Vergewaltigung, die Rache der Rache und schließlich um die Rache der Rache der Rache. Einfallsreich ist anders, selbst wenn zum großen Finale noch ein blutiges, schleimtriefendes Monster aus dem Ärmel geschüttelt wird, dass mit seinem Alienpimmel ein gern gesehener Gast bei den Damen ist, sofern die unter eben jener Droge stehen. Denn das tolle Männnerphantasirium "Engelsregen" macht die betreffenden Damen mehr als willig, sozusagen zu freiwilligen Vergewaltigungsopfern. Was das alles soll, ist müßig zu erkunden, hauptsächlich geht es wohl um ein Erwachsenenrating um jeden Preis. Die diversen Sexszenen sind, wie oftmals in japanischen Filmen üblich, an gewissen Stellen geblurrt und die Splatterszenen sind in ihrer simplen, oft stümperhaften Art zum Abgewöhnen. Außer einem zerplatzenden Kopf gibt es immer wieder Blut, das irgendwo aus der Kleidung quillt oder Yakuzas, die per billigen Gegenschnitten auf jemanden eindreschen. Krönung des Mummenschanzes ist wohl eine Melone, die statt des Menschenkörpers auf dem Asphalt zerplatzt. Einzig teils pulsierende Körperpartien unter dem Einfluss des Engelsregens können überzeugen und erinnern etwas an Cronenberg-Filme, von denen dieser offensichtlich billig abgedrehte Nachfolger von "Guts Of A Virgin" meilenweit entfernt ist. Exploitation wird groß geschrieben, mit der Umsetzung hapert es allerdings an allen Ecken und Kanten und zwar noch mehr, als beim Vorgänger. Schlussfolgern könnte man viel, z.B. dass Drogen die wahre Ekstase bringen oder dass alle Yakuzas einen Psychiater brauchen, gemeint ist außer der frauenfeindlichen, dümmlichen Attitüde sicherlich nichts von alledem in diesem Erotik-Fantasy-Trash. Dass man extreme Filme auch optisch ansprechend und sogar mit einer vernünftigen Story erzählen kann, zeigen Regisseure wie T. Miike, während sich Kazuo 'Gaira' Komizu mit seiner "Guts"-Trilogie als A. Bethmann des Ostens empfiehlt. Abgesehen von viel nackter Haut hat dieser Schund absolut nichts zu bieten, gerade Splatter- oder auch Horrorfilmfans sollten sich das ersparen.
Fazit: Dummdreister, sexistischer Dreck. Außer viel Gelecke und Gestöhne ist nicht viel los bei den bösen Yakuzabuben. 2/10 Punkten