Review

Jackie Chan wächst mit Hilfe eines Anzugs über sich hinaus und stoppt einen skrupellosen Verbrecher.

Story:
Der Taxifahrer Jimmy Tong (Jackie Chan) ist ein Meister seines Fachs. Das fällt auch dem Geheimagenten und Millionär Clark Devlin auf, der ihn als Chauffeur angiert. Bei einem Anschlag entgeht Devlin nur knapp dem Tod und Jimmy soll einige Dinge aus seinem Haus besorgen, unter anderem einen Spezialanzug, der seinen Träger nahezu unverwundbar macht. Aus reiner Neugier probiert er ihn selbst mal aus und kann plötzlich Dinge anstellen, von denen er nicht mal zu träumen wagte. Diese Fähigkeiten braucht er auch, denn Devlin hat an einem waghalsigen Fall gearbeitet. Er wollte den skrupellosen Industriellen Dietrich Banning überführen, der plant, die Wasserreserven Amerikas zu kontrollieren. Unterstützung erhält Jimmy dabei von der CSA-Agentin Delilah Blaine (Jennifer Love Hewitt)...

Dass Jackie auch in US-Filmen erfolgreich sein kann, bewieß er ja in den beiden "Rush Hour"-Filmen und "Shang-Hai Noon", die zwar weitaus mehr an den Mainstream angelehnt waren als seine HK-Filme, aber nichts desto trotz mehr oder weniger in die Vollen gingen. Hier ging das Rezept leider nicht so hunderprozentig auf, denn "The Tuxedo" rangiert qualitativ im unteren Bereich seines Schaffens. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass der Film schlecht wäre, denn "nur" gut bei Jackie wäre eine Spitzenleistung bei anderen Actiondarstellern.

Die beiden Gründe, warum der Film nicht so zündet wie fast alle anderen, sind schnell gefunden. Zum einen fehlt ihm ein gleichwertiger Partner an seiner Seite, der wahlweise entweder komisch ist oder aber ebenso gut kämpfen kann. Beides trifft auf Jennifer Love Hewitt nur sehr bedingt zu. Sie ist für seine eine Rolle schlichtweg fehlbesetzt. Desweiteren darf Jackie hier - aus welchem Grund auch immer - nicht so richtig in Aktion treten, wie man es vielleicht erwartet bzw. von ihm gewohnt ist. Selbst in seinen anderen Ami-Streifen geht kampftechnisch mehr als hier. Man sieht leider auch überdeutlich, dass die wenigen Fights per Computertricks aufgepäppelt wurden, denn zu solch absurden Aktionen ist selbst ein Jackie Chan nicht fähig. Von daher sollte man diesen Film nicht als Maßstab für sein kämpferisches Können nehmen, da bekommt man einen völlig falschen Eindruck. Wenn man sich im Vergleich mal anschaut, was er bei "New Police Story" abgezogen hat, verkommt das hier zu harmlosen Gehampel.

Abgesehen von diesem Manko weiß der Film aber dennoch zu unterhalten, da der typische Humor schon vorhanden ist und auch reichlich zum Zuge kommt. Und wie gesagt, mit einem geeigneteren Partner als Hewitt könnte das Ganze noch besser ausfallen.

Fazit: Einer der "schwächsten" Jackie Chan-Filme, der zu deutlich an den Mainstream angelehnt ist. Dennoch größtenteils unterhaltsam, wenn auch kein Maßstab seines Potentials. Er kann es besser und das beweisst er auch so ziemlich in jedem anderen Film.

7 von 10 Punkten

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