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Jimmy Tong ist der Chauffeur des für den Geheimdienst arbeitenden Millionärs Clark Devlin. Tong wird mitten in der Nacht noch einmal zurückgeschickt, um für Devlin ein paar Besorgungen zu machen. Dabei gelangt er durch Zufall in den Besitz eines mit neuester Technik ausgestatteten Wunderanzugs, der demjenigen, der diesen trägt, unglaubliche Kräfte verleiht. Als Jimmy ihn anprobiert mutiert er zu einer Ein-Mann-Kampfarmee, den nichts aufhalten kann. Doch diese Geheimwaffe bringt den sonst so normalen Chauffeur in Bedrängnis, gerät er doch so in die Welt von internationalen Intrigen und Spionage-Aufträgen, die für ihn zur Lebensbedrohung werden. Erst durch die Hilfe von Del Blaine hat er eine Chance die gesamte heikle Situation relativ unbeschadet zu überstehen.

The Tuxedo ist mal wieder eine der schwächeren US Produktionen des Kung Fu Spaßvogels und beinahe schon wieder ein Rückfall in alte Hong Kong Klamauk Zeiten. Seine Stärken kann er hier auch kaum ausspielen, seine Beweglichkeit kommt zwar in einigen Aktionen zum tragen, aber speziell die Kämpfe und die gewohnte Einbeziehung sämtlichen Mobilars findet wenig bis gar nicht statt. Da zu bekommt er noch mit Jennifer Love Hewitt einen Sidekick dazu, der völlig fehl am Platze ist, denn Frau Hewitt hat von Martial Arts nunmal keine Ahnung und auch ihre laufende Zickigkeit nervt auf Dauer ziemlich.
Dazu kommt noch ein Bösewicht mit seinem Welteroberungsplan, der offensichtlich von Wile E. Coyote ausgedacht wurde, indem er mittels Insekten die Wasservorräte der Erde vergiften will, seltsam das bisher noch kein Bond Schurke auf diese offensichtliche Idee gekommen ist. Apropos Bond, Tuxedo nimmt sich eine ganze Reihe Anleihen an dem britischen Superagent. Nicht nur das Clark Devlin frappierend in Stil und Sprache diesem ähnelt, auch der Superanzug könnte mühelos aus Q´s Giftküche entsprungen sein. Chan hat hier von Kampfkunst nämlich als Taxifahrer mal gar keine Ahnung, lediglich der Anzug verleiht ihm die abenteuerlichsten Superfähigkeiten, mit denen er seinem schwerverletzten Boss Devlin zu rächen versucht.
Action ist dabei aber Mangelware, vielmehr gibts sinnlose Aktionen, wie die James Brown Gesangseinlage oder Jackies Flirt mit des Bösewichts Freundin, die den Film nicht weiterbringen, sondern einfach nur überflüssig sind. So richtig stocken tut die Geschichte zwar nicht, aber einige Szenen sind doch eher zum Augenrollen geeignetet, als für einen Schmunzler. Der Humor kann auch nicht entscheidend weiterhelfen, manchmal wirds noch amüsant als Jacky mit einem Hosenbein im Anzug einbeinig ein paar böse Jungs verhaut, aber meist arten die Ulkversuche doch ins kindische ab.
Insgesamt stimmt hier nicht allzu viel im Drehbuch, zu vieles ist einfach pubertäres Gehabe und seine Kung Fu Künste bleiben (trotz seiner fast 50 Jahre mittlerweile) größtenteils im Schrank liegen. Bis auf wenige Parts hätte auch ein Owen Wilson die Rolle spielen können. Mit Hängen und Wügen knappe 4 Punkte.
3,5/10

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