Jimmy (Jackie Chan) ist der schnellste Taxifahrer Torontos - das entfällt auch dem Millionär und Geheimagent Clark Devlin nicht, der Jimmy deshalb prompt als Fahrer arrangiert. Kurz darauf entkommt Devlin bei einem Anschlag nur knapp dem Tod und landet im Krankenhaus. Jimmy soll ihm einige Dinge aus seinem Haus beschaffen, u.a. auch seinen Anzug. Doch anstelle ihn brav zum Chef zu bringen, probiert Jimmy den doch lieber mal selbst aus. Passt wie angegossen - verleiht tierische Mächte. Bald kommt Jimmy auch hinter die Gründe des Anschlags: Ein Bösewicht versucht die Grundwasserreserven von Amerika zu verseuchen. Zusammen mit dem Anzug und der Wissenschaftlerin Delilah Blaine (Jennifer Love Hewitt) macht er sich auf, um dies zu verhindern.
Au weia! Zugegeben, man kann noch so ein großer Fan von Jackie Chan sein, in den letzten Jahren macht es uns der sympathische Martial Arts Superheld echt nicht einfach. Kurz vorher floppte sein neues Werk "The Accidental Spy" - für mich zwar nicht verständlich, da er mir persönlich sehr gefallen hat - doch was uns hier aufgetischt wird, ist einfach nur miserabel. Ich will die Quintessenz des Reviews gleich vorwegnehmen: Mit "The Tuxedo" präsentiert Jackie seinen bis dato schlechtesten Film. Hollywood hat dem Asiaten bis jetzt absolut nicht gut getan - so muss er auch leider hier wieder den armseligen Clown mimen, der mehr durch Glück, als durch Verstand an seine Ziele kommt. Das soll anscheinend witzig rüberkommen, den Fan schmerzt der Anblick allerdings nur. So wirkt der angebliche Held des Filmes wie ein dümmlicher Dorftrampel, der nur mit Hilfe eines Anzugs glänzen kann. Armer Jackie Chan...
Die Story ist total an den Haaren herbeigezogen. Drücken wir mal ein Auge zu und vernachlässigen wir, dass das Ganze keine Spur von Realismus aufweist - aber das ist noch lange keine Entschuldigung dafür, dem Zuschauer ein löchriges und total unterdurchschnittliches Drehbuch zu präsentieren, dem es komplett an Kontinuität, Zusammenhang und Plausibilität fehlt. Es werden dümmliche Szenen inszeniert, die eigentlich nur eine Funktion haben: die Hauptdarsteller, die nicht gerade durch ihre Fähigkeiten glänzen können, gekonnt ins Licht zu bringen. Nun, die zwei Hauptprotagonisten stolpern von einem Problem ins Nächste, verhalten sich dabei so trottelig, dass es weh tut. Soll wohl unter die Kategorie Slapstick fallen...leider konnte ich während der 1 1/2 Stunden kein einziges Mal lachen. Fans des Komödiengenres kommen hier sicher nicht auf die ihre Kosten - die Gags sind einfach viel zu flau und altbacken. Die Holzhammerkomik des Films ist so vorhersehbar und die Momente so falsch platziert, dass selbst Gelegenheitsschauer wohl kaum über ein müdes Lächeln hinauskommen. Weder Jackie Chan, noch Jennifer Love Hewitt wirken in diesem Werk lustig, letzte eigentlich nur nervig. Für die Rolle ist sie total fehlplaziert - auch wenn sie nur eine Aufgabe zu bewältigen hat: sich in jeder Szene in ein engeres Outfit zu stecken. Zugegeben: nett anzusehen, tut für den Film aber gar nichts. Ihr Charakter ist einfach nur grauenhaft. Auch Jackie darf sein Können nicht unter Beweis stellen: Der Film beinhaltet keine einzige brauchbare Fightszene...und das tut am meisten weh. Jackie darf gut 2 Minuten im ganzen Film etwas kloppen...leider nur komplett mit Tricktechnik. Die Kämpfe sind alle aus dem Computer. Fans von Jackies Stunts kann ich nur einen Rat geben: "The Tuxedo" meiden. Hier gibt es absolut nichts Sehenswertes.
Es gibt so viele Aspekte, wieso "The Tuxedo" einfach nur grottenschlecht ist - mir fehlt jedoch Motivation und Zeit, um die anscheinend endlose Liste fortzusetzen...der Film ist es einfach nicht wert. Man kann mich engstirnig nennen, oder spießig...aber dieser Film ist weder lustig, noch spannend, noch gut. Er besitzt eigentlich keinerlei positiven Aspekt - mal von Hewitts Ausschnitt abgesehen. Als 110%-iger Jackie Chan Fan war ich bitter enttäuscht. Dieser Film ist Beleidigung und Enttäuschung zugleich. So ist "The Tuxedo" nur ein weiteres Glied in der Kette jener Hollywood-Gurken, die niemand braucht. Eine Empfehlung kann ich allen zwölfjährigen Mädchen geben, die keinen Anspruch, aber viel Freizeit besitzen...oder pubertierenden Jungs. Ansonsten möchte ich der Welt eines hinterlassen: Diesen Film unbedingt meiden! ...von wegen "Kleider machen Leute!".