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Ich habe mal gehört ¼ aller Fernsehzuschauer schalten bei einem Film ab, wenn der Anfang des Filmes schlecht ist. Das könnte zu diesem Film sehr gut passen. Denn der Beginn des Filmes ist extrem lahm ausgefallen. Aber dazu später. Joel Schumacher drehte in der Vergangenheit schon ziemliche Gurken. Und auch dieser Film hat mich nicht sonderlich vom Hocker gehauen.

Zwar ist die Story etwas kurz, und Joel Schmacher hat aus dem Stoff sehr wenig rausgeholt. Auch wenn der Anfang miserabel ist, überzeugt nur der Mittelteil. Obwohl wenn man ehrlich ist besitzt der Film wenig Highlights. Der Psychopath spielt ein gefährliches Spiel. Und Colin Farrell muss wohl oder übel mitmachen.

Man merkt schon richtig das Schumacher für diesen Film ein niedriges Budget und wenige Drehtage aufsichnahm. Obwohl die Darsteller ziemlich gut sind und auf keinen fall „No Names“ sind. Ganz im Gegenteil. Ich muss wirklich sagen das Colin Farrell seine Arbeit wirklich gut gemacht hat. Von den übrigen Darstellern gibt es eher wenig zu sehen. Nur Forest Whitaker und Kiefer Sutherland (als Psychopath) kann man hervorheben.

Action ist im Film kaum vorhanden. Wir haben es hier eher mit einem „Psycho Thriller“ zu tun der seinem Genre nicht wirklich gerecht wird. Spannung tritt ziemlich selten auf. Und gerade die Stimme des Psychopathen bringe ich immer wieder mit dem Film „Scream“ in Verbindung. Denn auch da hören wir die Stimme.

Jawohl. Der ganze Film findet in einer Telefonzelle statt. Aber das trübt den Film nicht. Und auch das Motiv des Psychopathen ist mir nicht ganz schlüssig. Er tut diese Tyrannei nur weil der Medienagent kein guter Mensch ist? Ich hätte mir gewünscht da würde noch mehr dahinterstecken. Aber nix da. Die simple Begründung mag wohl heißen: „Er ist Krank, sehr, sehr Krank“.

Und auch bei diesem Film muss ich den übertriebenen Jugendschutz mal wieder Kritisieren. Ich kenne schon wesentlich härtere Filme die mit einer FSK 12 veröffentlicht wurde. Aber wie man diesen Film einen FSK 16 Stempel aufdrücken kann, ist mir ein Rätsel. Natürlich sind auch einige brutale Szenen dabei, aber die sind nicht der Rede wert.

Die Kameraführung ist meist zu hektisch. Und auch mehrmals wird der Zuschauer überfordert mit etlichen „Bild im Bild“ Szenen. Jedoch hätte man etwas mehr aus der Story machen können. Die immer gleiche Atmosphäre ist nicht das Problem, sondern eher das die Highlights fehlen und das Ende zwar gut durchdacht ist, trotzdem werden die meisten Zuschauer nicht froh damit sein.

Der Film wird in den 80 Minuten kaum langweilig, auch wenn der Beginn sehr schwächelt wird der Film immer unterhaltsamer. Allerdings gibt es auch Szenen die mal wieder für Leerlauf sorgen, aber nicht die Oberhand gewinnen. Und besonders Spannend ist der Film auch nicht. Ich denke für Zwischendurch ist der Film ganz nett.

Fazit: „Nicht auflegen“. Der Name ist Programm. Leider wirkt der Film unscheinbar und wegen einer dürftigen Handlung mag der Film schnell vergessen sein. Wir sehen hier ein grandiosen Colin Farrell und einen Kiefer Sutherland dem man nur im Off hört. Ein bisschen mehr Highlights und Action wären nett gewesen. Ein kleines Budget gab Joel Schumacher aus. Man merkt es. Die Spannung hält aber nur in einigen Stellen an, und in vielen Szenen ist das Tempo einfach zu schnell.

Kurzfazit: Durchschnittlicher Thriller ohne Highlights.

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