Handlung:
Stu Shepard ist ein junger PR-Agent in New York City. Er trägt teure Anzüge, ist permanent am Handy und ständig in wilde, teils dubiose Geschäfte verwickelt, wobei er meistens ein komplettes Arschloch ist.
Nachdem der verheiratete Stu mit einer jungen Schauspielerin, die er in die Kiste kriegen will, in einer Telefonzelle telefoniert hat, klingelt es erneut. Am anderen Ende ist jemand, der erschreckend viel über Stu weiss und ihn durch ein Scharfschützengewehr beobachtet.
Er will, dass Stu alle seine Sünden gesteht. Sonst wird er ihn erschießen. Doch damit fangen die Probleme erst an.
Meinung:
Nicht auflegen hat mich 2002 echt begeistert, weswegen ich auf den Rewatch echt gespannt war.
Der Thriller von Joel Schumacher spielt in Echtzeit und ist mit einer Laufzeit von nichtmal 80 Minuten zwar recht kurz, schafft es dadurch aber sehr temporeich und permanent spannend zu bleiben. Klar ist die Prämisse nur bedingt realistisch, der Film schafft es aber das durch seine Anspannung und das quasi Kammerspiel gut zu kaschieren.
Gerade der junge Colin Farrell konnte hier schon früh beweisen, dass er ein richtig guter Schauspieler ist. Für Forest Whitaker gilt das sowieso. Kiefer Sutherland tritt vor allem soweit solide als Stimme aus dem Off auf, während Katie Holmes und Radha Mitchell nicht viel zu tun bekommen.
Dass der Film seine Moral mit dem Holzhammer predigt, stört mich bei alledem kaum, dürfte Freunden von Subtilität aber weniger schmecken.
Kurzum:
Nicht gerade subtiler, aber temporeicher und spannender Thriller mit gutem Cast und dem Herz grundlegend am rechten Fleck.