5
Die Grundidee ist gut: In dem Low Budget Thriller malträtiert ein fast nur durch die Stimme präsenter Schurke, der allen anderen immer einen Schritt voraus zu sein scheint, sein Opfer auf engstem Raum. Man fragt sich fast, ob die Macher von SAW sich hiervon inspirieren ließen, denn Parallelen sind durchaus vorhanden. Nur die Umsetzung ist dann nicht so prall. Zum einen mache ich mir nichts aus Colin Farrell und zum anderen ist eine Telefonzelle als Schauplatz natürlich ein hoffnungslos veraltetes Relikt aus der Vergangenheit, mit dem inzwischen alle jüngeren Zuschauer nichts mehr anfangen können. SAW ist dagegen nahezu zeitlos. NICHT AUFLEGEN! ist halt durch und durch ein Produkt seiner Zeit, nämlich einer Epoche, die durch die Terroranschläge vom 11. September und Sniper-Attacken geprägt war. Das traf damals einen Nerv, heute ist dieser Background verpufft.
9
Ich hatte von Nicht Auflegen viel erhofft und wurde nicht enttäuscht. Wer hätte gedacht, dass knapp 80 min. in einer Telefonzelle so spannend sein können. Der Film überzeugt vor allem durch einige erstklassiger Ideen, guten Darstellern und überraschende Wendungen. Zugegeben das Ende ist nicht so besonders aber trotzdem unbedingt ansehen. Fazit: Spannender, einfallsreicher Thriller mit guten Darstellern und einer bedrohlichen Stimme des Scharfschützen. Meine Wertung: 9,5/10 Punkte.
8
Endlich mal wieder ein Film, der sich wohltuend von der erdrückenden Masse einfältiger Hollywoodeffekt-Schlachten abhebt. Phone Booth überzeugt durch eine hochspannende Simpelst-Story, die sich komplett an einem einzigen Schauplatz in Form einer Telefonzelle in mitten New Yorks zuträgt. Normalerweise zwei beinahe unvereinbare Aspekte, hier funktioniert es jedoch perfekt. Einen guten Anteil am Aufrechterhalten der Spannung trägt dabei die genial-böse Stimme des Scharfschützen, der sein Opfer systematisch "bricht" und dessen wahres Ich in aller Öffentlichkeit hervorpresst - aber nie selbst in Erscheinung tritt! Stilsicher inszeniert, rasant geschnitten, toll gespielt und ein perfekter Spannungsbogen machen Phone Booth zu einem kurzen aber höchst unterhaltsamen, nervenaufreibenden Kinoerlebnis. Mein Rat kann daher nur lauten: Ansehen, es lohnt!
5
Typische Schumachersche Gebrauchsware. Nicht richtig langweilig, aber direkt nach Filmende auch schon wieder vergessen. Extrem aufdringlich poppiger Inszenierungsstil (Reißschwenks, schnelle Schnitte, pausenlos ganz "zufällig" irgendwelche Breakdancer im Bild etc.pp), der aber auch gar nichts mit der Story zu tun hat. Die Storyidee vom alten B-Movie-Recken Larry Cohen ist ganz witzig und wird vor allem vom Hauptdarsteller Colin Farrell recht glaubwürdig rübergebracht. Nervig ist der schwarze Karl Dall: Forest Whitacker (wie fast immer), ganz hübsch anzusehen Katie Holmes als Farrells Freundin und ganz entsetzlich ist die gar grässliche und viel zu laute Rap- und Hip Hop-Musik. Der Spannungsbogen funktioniert leidlich und da der Film nach rd. 80 min schon wieder vorbei ist, gibt’s gerade noch 5 von 10 Punkten.
6
Die Idee des Film ist recht gut, aber die Umsatzung nicht besonders. Der Film kommt mir vor wie ein cooler MTV-Thriller der sich nur aufgrund der Telefonstimme und des Protagonisten behaupten kann. Ich habe mir echt mehr Spannung und Ideen erhoft und bekam stattdessen eine Häuchlerthriller vorgesetzt, den ich keine 80 Min noch einmal ertragen würde.
0
Ziemlich gelungener Reißer, der hauptsächlich von Colin Farrels darstellerischer Leistung lebt.8mm Schöpfer Joel Schumacher hat sich nach seinen letzten Flops mal wieder an was Neues gewagt, und Erfolg damit gehabt. Der Film ist spannend, der Killer nur 25 Sekunden im Film zu sehen, aber dafür 80 Minuten lang zu hören - das hat was.Nen bisschen langweilig wird es zwischendurch aber, da so gut wie nichts passiert, außer etwas "Smalltalk" zwischen Colin & Kiefer am Telefon.Radha Mitchell und Katie Holmes sind vielleicht zweimal zu sehen, das wars auch schon von der Sexy-Frauen-Front.8 von 10.
7
Ein sehr kurzweiliger (knapp 80 min) und durchaus spannender Telefonzellenthriller, sehr realistisch in Szene gesetzt, überzeugende Schauspieler und mal etwas andere Story. Es fließt so gut wie kein Blut, ist aber trotzdem ungemein spannend, wenn auch das (offene) Ende ein bisschen stört, aber der Psychoterror war schon sehr beeindruckend. Schätze mal das das eine vom Aufwand her sehr billige Produktion war, keine Verfolgungsjagden, keine Explosionen und keine Effekte. Dieser Film besticht durch seine seelische Grausamkeit..und sogar einige kurze humoristische Momente, wobei es eigentlich nicht witzig ist...aber man lacht automatisch.