Review
von Leimbacher-Mario
Quatsch mit Sauce
Ich hatte bei etlichen großen älteren „Kultfilmen“ von der „Rocky Horror Picture Show“ bis „Buckaroo Banzai“ anfangs Anlaufschwierigkeiten. Mit der Zeit wuchsen sie mir dann aber doch immer mehr ans Herz und ich verstehe bei den meisten zumindest sehr schnell, was die eingeschworene Fangemeinde an ihnen schätzt und liebt. Bei „Forbidden Zone“ kann ich das aber nicht und auch eine Entwicklung in diese Richtung halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Ganz einfach weil dieses monochrome Bizarromusical mir massiv auf den Senkel gegangen ist, der surreale Quark fast zur Qual wurde und er sich trotz kurzer Laufzeit dermaßen sinnlos und langweilig angeschaut hat, dass ich mir das sicher nicht nochmal freiwillig angucke. Wie ein Ralph Bakshi-Animationsfeuerwerk in real life - nur in nicht lustig, nicht unterhaltsam, nicht sinnvoll und nicht schön. Zumindest für meinen Geschmack. Aber man muss sich ja nicht jedem Kult anschließen.
Worum geht’s denn überhaupt? Im Groben um ein Haus in dem man durch eine spezielle Kellertür in die sechste Dimension kommt, wo es die Familie Hercules als neue Eigentümer nun mit allerlei seltsamer Gestalten und Formen und Songs zu tun bekommt. Von singenden Teufeln über notgeile Kleinwüchsige bis zu dauerhaft barbusigen Schönheiten. Alles in schwarz-weiß, alles ohne Punkt und Komma, alles an die Wand geklatscht was geht. Ohne auch nur den Hauch von Sinn, Verstand, meine Art von Humor geschweige denn einen Handlungsbogen. Eine Gagacollage zwischen Tim Burton auf Drogen und fleischgewordenem Comicstrip. „Kentucky Fried Movie“ in anstrengend bis zum Anschlag. Gehöggel. Gegacker. Gekreische. Ein nervtötender Nichtspass. Bauten, Boobies und Banales. Ein Alptraum ohne Schmunzeln, ohne Zugang, ohne Nicken. Nur Kopfschütteln und Verwirrung hier. Ob das allein das Ziel war?!
Fazit: Skandal im Sperr- und Kultbezirk - nullkommanull mein Ding!