Dean Cain und Justin Whalin, die schon in der „Superman“ TV-Serie zusammen spielten, graben den intergalaktischen Kriegshammer aus.
Wir befinden uns mal wieder in der fernen Zukunft, die Menschen sind mal wieder in zwei Lager gespalten und bekriegen sich. Auf der einen Seite ist die Streitmacht von General Murran (Dean Cain), die aufgrund großer Verluste fast nur noch aus Kindern und Jugendlichen besteht, darunter auch der blutjunge Offizier Sutherland (Justin Whalin). Alles also altbekannter Sci-Fi-Stoff, sodass das Szenario den Zuschauer nicht so recht vom Hocker hauen mag.
Unterstützt werden die Soldaten von telekinetisch begabten Frauen, die man Witches nennt. Lange kann Murrans Lager nicht mehr durchhalten, doch da fällt dem General ein Teil des Warhammer in die Hand, einer mächtigen Cyberwaffe. Zusammen mit einer kleinen handvoll Getreuer, darunter auch Sutherland, will Murran nun das verbleibende Teil sichern und die Waffe in der Stadt des Feindes postieren…
„Warhammer“ gehört zu der Sorte von B-Actionfilm, die noch nicht mal besonders dumm oder besonders dilettantisch ist, sondern einfach nur langweilt. Die kleine Truppe tapert durch die Landschaften, die einfach nur nach Dreh in der Pampa und nie nach Sci-Fi aussehen, erfüllt die Aufgaben und fetzt sich gelegentlich mit Gegner. Leider ist das alles komplett spannungsfrei in Szene gesetzt worden und vorhersehbar hoch drei noch dazu. Denn von Anfang an erwartet man schon, dass sich einige Personen als Verräter bzw. als zu stoppende Wahnsinnige entpuppen.
Um dem Film dann noch mehr Reiz zu nehmen hat man dann auch noch eine relativ mäßige Besetzung an Bord geholt. Vor allem Justin Whalin kriegt als TV-Darsteller nie ein Bein an die Erde und wirkt ständig nur verloren, sodass man ihm den Soldaten nie abkauft. Dean Cain war auch nie wirklich talentiert und agiert mal wieder mittelmäßig, während auch der Rest der Besetzung recht lustlos daherplappert. Lediglich Thomas Ian Griffith als erfahrener B-Darsteller ist ein Lichtblick, wird aber in einer zu kleinen Rolle verschwendet.
Die Actionmenge ist nicht gerade übermäßig hoch, aber es gibt schon einige Feuergefechte. Diese sind ganz OK in Szene gesetzt worden, aber wirklich herausragende Qualitäten oder große Schauwerte bieten sie nicht, eher dumpfen B-Standard. Die Effekte sind für B-Verhältnisse überraschend gut, aber immerhin hat hier die Hollywoodfirma Dimension mit der B-Schmiede Nu Image zusammengearbeitet.
Abgesehen von den paar ordentlichen Schießereien bleibt von „Warhammer“ allerdings nichts haften. Auch die Moral, die der Film mit dem Holzhammer eintrichtern will, nervt eher und mal ehrlich: Wer gewinnt erst durch diesen Film die Erkenntnis, dass Kriege für Leid sorgen und diktatorische Staaten, die ihr Volk unterdrücken und belügen, schlecht sind?
Unterm Strich bleibt zwar halbwegs ordentlich gemachter, aber fader wie langweiliger Sci-Fi-Ramsch ohne Höhepunkte. Ein paar Standardschießereien und passable Effekte helfen da auch nicht viel.