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Zwei Großstadtpärchen auf Campingurlaub stören versehentlich die Opferzeremonie einer Sekte. Auf der Flucht vor den gewaltbereiten Satanisten stellen die Urlauber fest, dass der Arm der Sekte sehr viel weiter reicht als geahnt…

Ein schnörkellos inszenierter Reißer, der seine beklemmende Wirkung aus der unentrinnbaren Selbstverständlichkeit bezieht, mit der das namenlose Grauen in den Alltag der Großstädter einbricht, ohne dass dahinter eine nachvollziehbare Absicht erkennbar würde oder zumindest der Wirkungskreis absehbar wäre. Auch wenn etwas mehr Fingerspitzengefühl in Bild und Dialog die brodelnde Stimmung gewiss noch verdichtet hätte und die Reflektion der wachsenden Gewaltbereitschaft der gehetzten Urlauber in Ansätzen stecken bleibt, beeindruckt der zwischenzeitlich repetitiv erscheinende Film mit einem wirkungsvollen Schlussbild, das schlagartig bewusst macht, wie die unbemerkt gebliebenen Risse im Gesellschaftsgefüge längst zu klaffenden Schlünden geworden sind. Die Unerklärlichkeit der okkulten Vorgänge fängt die Ängste des Zuschauers wie ein Spiegel ein und scheint von einem Zeitgeist beatmet, in dem sich die Heilsversprechen der Vernunftgläubigkeit verbraucht haben und fundamentalistische Ideen sich ihren Weg bahnen.

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