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Als Studentin Kris von ihrer Erbschaft eines mehrere 100 Jahre alten Hauses in der Provinz erfährt, macht sie sich mit ihren fünf besten Freunden auf, die alte und verfallene Liegenschaft zu erkunden. Obwohl das Gebäude einen ungastlichen Eindruck macht, lassen sich die Kids darin nieder und bekommen plötzlich unerwarteten Besuch von einem unheimlichen Fremden. Dieser Mann stammt aus dem 17 Jahrhundert und ist kein Geringerer als Satan in Menschengestalt. Aus einem spaßigen Wochenende wird schnell ein tödlicher Höllentrip.

Zu Franchises, die ein doch eher unrühmliches Ende erleiden mußten, kann man sicher auch die Trilogie um Satans Sohn, denn nach den launigen beiden Vorgängern fiel den Machern offensichtlich nicht mehr ein, als einen recht belanglosen Hybriden aus Teenieslasher und Haunted House Grusler zu gebären. Erschwerend kommt hinzu, das man mit Julian Sands die im Grunde einzige Konstante austauschte. Die Rolle des Warlocks übernahm Bruce Payne, der allerdings auch schon deutlich diabolischer agierte, als hier.
Man muß sich allerdings erst mal durch eine doch verschlafen Hälfte kämpfen. Vorher muß man leider die Klischee-Teens ertragen, es ist zwar schön Ashley Hellraiser Laurence mal wieder zu sehen, aber was die 6 Kids so in dem runtergekommenen Kasten so treiben ist doch herzlich uninteressant. Leider handelt sich bei der geerbten Hütte auch nicht um ein Schloß, wie es der Titel suggeriert, sondern um einen seit 50 Jahren unbewohnten, selten häßlichen Kasten, der auch leider zu keinem Zeitpunkt die Atmosphäre des klassischen englischen Herrenhauses auszustrahlen vermag.
Erst dann vermag der Warlock das statische Treiben zu unterbrechen und Zwietracht in die Truppe zu sähen und natürlich muß noch das Geheimnis um Kris´ Familie erklärt werden und natürlich auch noch warum Satan Junior ausgerechnet hierhin seine Aktivitäten verlegt hat. Wirklich blutig ist die ganze Nummer dann auch nicht ausgefallen, da darf man sich schon fragen, warum man sich den Film überhaupt anschauen muß, denn weder inhaltlich noch qualitativ gestaltet sich dieser Trilogieabschluß als ein würdiges Finale und ist folgerichtig auch der Schlußpunkt der Reihe.
5/10

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