Review

Während die ersten beiden Angriffe vom Stepfather ja mehr so in die Richtung Psychothriller und weniger in Richtung Horror gingen ist der dritte wohl mehr ein Horror als ein Psychothriller. Der erste war gut, der zweite nett aber ein kleinbisschen schwächer als der erste, so ist der dritte wieder gut finde ich.

Stepfather 3, oder Vatertag wie er auf deutsch auch genannt wird, bietet im Gegensatz zum Zweiten mal was neues und das finde ich gut. Nicht nur das es halt mehr Horror als Psychothriller ist und nicht ungekehrt so wie die beiden Vorgänger, so ist hier auch nicht mehr Terry O'Quinn der Stepfather, sondern wir bekommen einen neuen Psychovater, Robert Wightman, der in die Rolle vom Stepfather zu sehen ist und der trägt diesmal den Namen Keith Grant und ist außerdem auch etwas jünger als unser alter Dad. Ich will nicht sagen, dass Terry O'Quinn den psichisch kranken Familienvater schlecht gespielt hat, nein nein, er war gut, doch der neue Stepfather Robert Wightman spielt auch ganz gut. Außerdem ist einbisschen Abwechslung nicht verkehrt. Wenn Doug Bradley durch einen neuen Pinhead ersetzt werden würde wäre ich als Hellraiser Fan schon einbisschen verärgert gewesen. Beim Kurzfilm No more Souls gabs ja einen neuen Pinhead und das fand ich nicht gut. Da ich allerdings kein Hardcore Stepfather Fan bin und der neue Psychovater mir auch gut gefallen hat und es Abwechslung bringt kann ich das hier nicht nur gut verkrapften, sondern es hat mir sogar gut gefallen.
Die Szene am Anfang, in der der Stepfather umoperiert wird und er sein neues Gesicht und seine neue Identität bekommt erinnert übringens sehr an Frankenstein und hier kann man dann auch schon erkennen, dass die dritte Runde vom Stepfather mal mehr Horrorfilm werden wird.

Eigentlich könnte man ja meinen Stepfather 2 wäre mit der JK-Freigabe von der ungeschnittenen Fassung am brutalsten und dort gäbe es das meiste Blut. Jaja, bloß das war wohl nix. Stepfather 1 und 2 waren vom Blut- und Gewaltfaktor und vom Bodycount fast identisch und man fragt sich mal wieder wo die SPIO/JK herkommt. Vielleicht kommt sie durch Trailer oder Bonus auf der DVD, ist ja auch egal. Jedenfalls hätte, wenn überhaupt ein Teil vom Stepfather die JK kriegt der dritte Teil sie kriegen müssen, und das liegt einfach daran, das es hier mehr Blut gibt. Alle drei Stepfather sind nicht besonders blutig oder brutal, die ersten beiden sind halt Psychothriller, da gibts kein Splatter oder ähnliches, jedenfalls gibts hier mal eine blutige Szene mit einer Schaufel. Es spritzt recht viel Blut und der Effekt an sich kann sich auch sehen lassen. Wenn ich da so an die Szene mit dem Messer aus Teil 1 denke, in der der Stepfather im ersten Teil am Ende gekillt wurde, die ja ehrlich gesagt doch eher billig war, denn der Effekt war deutlich zu erkennen auch für das nicht filmerfahrene Auge, dann kann sich der Effekt mit der Schaufel hier auf jeden Fall sehen lassen. So eine blutige Szene gabs in den ersten beiden Teilen nicht. Ansonsten ist der Bodycount wohl wieder gleich hoch wie bei Teil 1 und 2 und noch mehr so blutige Szenen sind mir auch nicht aufgefallen, aber die Szene mit der Schaufel hier fiel mir auf, weil es so viel Blut in keiner der beiden Vorgänger gab.

Während Stepfather 1 und 2 beide so um die 85 Minuten liefen dürfen wir hier in den Genuss von 20 Minuten mehr kommen und somit läuft Stepfather 3 dann 105 Minuten. Da fragt man sich natürlich erst mal ob der dann wohl noch genauso gut ansehbar ist wie die beiden Vorgänger. Das Gute ist jedoch, das obwohl er länger geht er mindestens genauso spannend ist wie Teil 1, wenn nicht sogar spannender, Respekt. Das Finale hier kann sich auch wieder sehen lassen. Stepfather 3 geht also länger, ist aber nicht minder spannend, gut.

Bei der Story bleibt alles beim Alten. Der Stepfather hat zwar ein neues Aussehen, doch eigentlich ist er ja noch der Selbe. So sucht er sich eine neue Familie die er terrorisieren kann und mordet wieder fröhlich vor sich hin. Der Bodycount ist wie schon erwähnt etwa gleich zu den beiden Vorgängern, allerdings gibts hier mal eine schön blutige Szene zu sehen.

Fazit: Mindestens genauso gut wie der gute erste Teil wenn nicht sogar besser. Besser als der auch nicht schlechte zweite Teil, der von der Reihe aber ingesamt am Schlechtesten ist, ist er sowieso. Weil Stepfather 3 ganze 20 Minuten länger als die beiden Vorgänger ist und trotzdem mindestens genauso spannend ist wie der erste ist, würde ich sagen Teil 3 ist der beste Stepfather. Manchmal ist halt die Fortsetzung besser als das Orginal und hier ist dann mal Teil 3 von 3 der beste Teil der Reihe.

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