"Vatertag" ist der abschließende Teil der "Stepfather"-Reihe um den psychisch kranken Mann mit Familiensinn.
Nach seiner wiederholten Flucht aus der geschlossenen beschließt Jerry einen verschmähten, im Underground lebenden Schönheitschirurgen aufzusuchen um sich ein neues Aussehen geben zu lassen. Mit diesem - so hofft er - fällt es ihm leichter eine neue Identität aufzubauen und eine Familie zu finden.
Diese lässt nicht lange auf sich warten, als Osterhäschen verkleidet lernt er die Kindergärtnerin Christine samt ihres im Rollstuhl sitzenden Sohnes Andy kennen. Christine ist sofort angetan von dem ruhigen Mann, ihr Sohn hat Bedenken - zu Recht! Denn keiner ahnt was sich für ein Psychopath hinter der harmlosen Maske verbirgt....Andy, begeisterter Kriminologe wittert eine Spur und versucht auf eigene Faust rauszufinden, wer wirklich hinter "Keith Grant" steckt.
"Vatertag" ist nicht der beste, aber der blutigste Teil der Reihe und somit nicht nur für den Thrillerfreund (der eher in den beiden ersten Teilen auf seine Kosten kam), sondern auch für den nach Blut lechzenden Gorehound interessant.
Zwar gibt es nur einige wenige Morde (5 an der Zahl), diese sind aber meist doch relativ hart und auch gut vom F/X-Team in Szene gesetzt. Vor allem die Szene mit dem riesigen Häcksler weiß zu gefallen, zählen auch diese letzten Minuten mit zu den spannendsten des Filmes.
Leider beschränkt sich diese Spannung nur auf das Ende, den Rest des Filmes wird eher mehr geredet und die Entwicklung des Wahnsinns beim "Vater" dargestellt. Robert Wightman als Keith kann überzeugen. Seine Darstellung des Psychopathen ist zwar nicht so gut wie die von X, aber er gibt sich Mühe die Klasse seines Vorgängers zu erreichen. Auch der Rest der Darsteller kann überzeugen, sind deren Figuren aber nicht immer glaubwürdig. So Andy, der - man glaubt es kaum - am Ende als die Bedrohung am Größten ist laufen kann...
Solche kleinen Ungereimtheiten stören aber nicht die ansonsten interessante Story. Besonders "witzig": die Psychoeskapaden in denen Wightman kurz vorm Durchdrehen und schier wildem Aggressionstrieb ist und sich doch alles wieder einrenkt - oder aber....die Familienidylle wieder hergestellt ist!