Aller guten Dinge sind 3! An diese Regel haben sich vor allem Horror-Reihen schon öfters gehalten! Und auch der Stepfather soll, nach dem höchst interessanten ersten Teil und dem immer noch recht guten zweiten Teil, noch ein drittes Mal Unheil über eine Familie bringen. Und, wie schon in Teil 2, werden noch einmal die Storyelemente zurück geschraubt und die Gore-Quote nach oben gesetzt. Heraus gekommen ist dabei aber leider "nur" noch ein leicht überdurchschnittlicher Slasher!
"Stepfather 3" hat mit den Vorgängern nur noch wenig gemein! Während in Teil 1 und Teil2 sich das Grauen größtenteils durch den gestörten Hauptcharaktere und die knisternde nervenzerrende Atmosphäre aufbaute, um im Finale seinen Höhepunkt zu finden, spielt sich die Handlung hier im typischen Slasher-Niveau ab. Die Spannung baut sich meistens nur darauf auf, wer als nächstes ins Gras beißt um danach einen schicken harten und blutigen Mord zu zeigen! Zwar gibt es immer noch ein paar herrlich nervenzerreißende typische "Stepfather"-Szenen (man denke nur an die Szene in der er mit dem Beil in der Hand durchs Haus läuft) doch leider Gottes sind diese viel zu selten!
Die Mord-Szenen sind, wie schon geschrieben, alle samt recht "splattrig" geraten, was ein weiterer Beweis dafür ist, dass die Produzenten, wieder einmal, auf mehr Blut aus waren. Zwar ist das nicht unbedingt schlecht, doch in einem Streifen dieser Reihe sollten nicht unbedingt die Morde das Ah und Oh des Films sein, sondern eben der Thrill! Und den vermisse ich halt doch, zumindest teilweise, irgendwie!
Auch die Auswechslung des Hauptcharakters ist nicht gerade schmerzfrei verlaufen! Zwar liefert auch Robert Wightman ein recht gutes, eiskaltes Schauspiel ab, doch an den genialen Terry O'Quinn kommt er bei weitem nicht heran. Vor allem mit dem schleimigen Rumgesülze seine Figur, übertreibt er es mächtig. Das Getue geht einem hier manchmal tüchtig auf die Nerven. (Das kann allerdings auch an der mäßigen Synchro liegen!)
Die restlichen Darsteller machen ihre Sache allerdings ganz gut und auch der Score kann wieder überzeugen!
Fazit: Zwar immer noch recht spannender und atmosphärisch, kann dieser dritte Teil mit seinen Vorgängern, bei weitem, nicht mehr mithalten. Die Reihe ist mit diesem Part entgültig zum Slasher verkommen. Das ist zwar nicht unbedingt schlimm, doch nach den sehr guten Vorgängern, habe ich doch irgendwie etwas anderes erwartet.
Als Slasher in Ordnung, als "Stepfather"-Film aber nur bedingt zu empfehlen!
Wertung: 6/10