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Bei einer Schießerei in den Straßen von Los Angeles verliert der Polizist Jack Lucas seinen Partner. Daraufhin werden der Vorgang und Jacks Diensttauglichkeit von “Internal Affairs” unter die Lupe genommen. Der Polizeipsychologe Joe Dexter soll herausfinden, ob Jack fahrlässig das Leben seines Partners aufs Spiel gesetzt hat. Um seinen Problemen zu entfliehen und die schrecklichen Ereignisse der letzten Tage zu vergessen, geht Jack in der Halloweennacht auf einen Drink in seine Stammkneipe. Dort wird er von dem als Teufel verkleideten Oliver Chadwicke angesprochen, der vorgibt, Jack und seine Arbeit zu bewundern. Doch er stiehlt Jacks Dienstwaffe, mit der kurz darauf der Psychologe Dexter brutal hingerichtet wird. Alle Spuren am Tatort weisen auf Jack Lucas.
Teuflische Begegnung ist mal wieder so eine zwiespältige Sache. Der Thrillerpart ist gar nicht mal so übel ausgefallen, aber beinahe sämtliche Szenen, die Action beinhalten oder so aussehen, als hätten sie Geld gekostet wurden mal wieder kurzerhand aus anderen Filmen geklaut, kopiert und eingefügt (darf das eigentlich jeder machen? Phoenician Entertainment exeziert so etwas ja schon jahreland vor).
Der arme Jack Lucas wird unschuldig von einem scheinbar Fremden nach Strich und Faden gelinkt. Nachdem es diesen gelungen ist von Jack die Dienstwaffe, einen Kuli, die Hemdtasche und auch ein wenig DNA zu stiebitzen, geht der mysteriöse Mann daran, sukzessive das Leben des Detetectives zu zerstören, in dem er Morde begeht, Unterlagen manipuliert und Drohanrufe begeht und an Tatorten immer häppchenweise die geklauten Dinge platziert, so daß Jack erst suspendiert und dann sogar des Mordes hochverdächtig wird.
Der nette Clou an der Story, der Typ mit der Teufelsmaske ist leicht identifiziert, er macht kein Geheimnis aus seiner Identität oder seinem Wohnort, kann aber nicht festgenagelt werden, denn selbst bei einer Verhaftung besteht er mühelos den Lügendetektortest. So rätselt man als Zuschauer nicht lange nach wer der Täter ist, sondern ausschließlich nach seiner Motivation, vor allem als rauskommt, das er sogar schon Jacks Mutter vor geraumer Zeit ermordet hat. Diese stellt sich aber dann, als für mich nicht ganz nachvollziehbare Jugendpsychose heraus.
Auch nicht immer schlüssig ist das Verhalten unseres Detectives. Klar, die Waffe verlieren wenn einem gerade die Interne Abteilung auf den Hacken sitzt ist echt blöd, aber wenn ich merke das durch das Nichtmelden des Verlusts überdeutlich Menschenleben auf dem Spiel stehen, sollte man diesbezüglich schon mal rausrücken. Alles zusammen bleibt ein solider Copthriller aber mit psychologischen Makeln und hemmungslosen Szenenklau.
5/10

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