Review

1 Punkt für den passablen Hauptdarsteller.
1 Punkt für die akzeptablen Spezialeffekte.
1 Punkt für die Storyidee.

Zwei Astronauten sollen zum Jupiter Mond Europa fliegen, weil dort Leben entdeckt wurde, um es persönlich als erste Menschen in Augenschein zu nehmen. Leider scheitert die Mission und einer der beiden segnet durch einen Unfall das Zeitliche. Dummerweise sind dabei auch die Gefierkapseln an Bord des Raumschiffs zerstört worden, sodaß der Überlebende die Heimreise zur Erde wach antreten muss - was angesichts der jahrelangen Reisedauer kein Zuckerschlecken ist. Der Rest des Films dokumentiert wie bedrückend anhaltende Einsamkeit und Isolation auf die menschliche Psyche wirken und welche Überlebens- und Selbsterhaltungskräfte im Menschen schlummern.

Das ganze erinnert stark an "Verschollen im Weltraum", ist davon aber nur ein ein wahrlich billiger Abschlatsch. Auf spektakuläre Weltraumansichten und wechselnde Kulissen muß der Zuschauer verzichten und sich stattdessen mit der Innenansicht immer des gleichen Raums zufrieden geben und bis auf eine prominente Ausnahme (Na, wer ist damit wohl gemeint? Ich sage nur "Aliens".) sind die Nebendarsteller unterirdisch. Die depressive Atmosphäre, des auf sich allein gestellten Astronauten wird schön eingefangen, mehr aber auch nicht. Wozu also den Film ansehen? Um sich unangenehmen Gefühlszuständen auszusetzen? Wer will und braucht das?

Das Ende ist äußerst unbefriedigend. Eine große beim Zuschauer aufgebaute Erwartungshaltung wird zerstört. Und alles in allem wirkt es auf mich auch nicht logisch.

Fazit: Der totale Chill-out-Depri-Film für düstere Melancholie-Abende, aber ansonsten handlungsarm und öde. Ein weiterer "Rohrkrepierer" im SciFi-Genre für die unterste Schublade. (3/10)

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