Review

Die Welt im Jahre 2150. Macalousso von der O.N.E.-Organisation läßt sich als neuer Messias verehren. Er verspricht den Menschen, sie am Tag des Wunders ins Paradies zu führen. Doch nicht alle Menschen dieser Erde lassen sich von ihm blenden. Die Aufsässigen halten an Gott fest, und weigern sich Macalousso anzubeten. Eine neue Art der Christenverfolgung nimmt ihren Lauf.

Revelation ist der zweite Teil der vierteiligen Apokalypse Reihe und wer, wie ich, den ersten Teil nicht kennt wird hier lange Zeit nur Bahnhof verstehen. Man sollte wirklich, wenn man die Thematik mag, hier wirklich konsequent die Reihenfolge einhalten, da die Filme sehr stark aufeinander aufbauen und quasi ein Gesamtpaket darstellen. Immerhin erklären ein paar Texttafeln zu Beginn ein wenig die Ausgangssituation, die vermutlich eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse darstellen. Vor drei Monaten verschwanden plötzlich Millionen Menschen, dafür herrscht nach einem Atomkrieg nun weltweiter Frieden. Ein vermeintlicher Erlöser kam auf die Erde und kontrolliert in Form der O.N.E. (One Nation Earth) die Sicherheitskräfte und vorgeblich Andersgläubige werden für Attentate angeklagt und kompromißlos verfolgt.
Die Story ist dabei sehr religiös inspiriert und mich würde es wirklich nicht wundern, wenn die komplette Reihe von der Kirche wenn nicht komplett bezahlt, dann aber wenigstens gesponsort wurde. Die Motive sind klar, der Antichrist gibt sich als Erlöser und verführt die Menschen, die wiederum nur durch den wahren Glauben gerettet werden können. Diese Gläubigen werden verfolgt und müssen sich in versteckten Gruppen organisiere, um mal wieder gepflegt Amazing Grace zu gospeln. Da fühlt man sich doch gleich ans alte Rom erinnert, als das den frühen Christen auch passierte und selbige als Löwenfutter zwangsumgeschult wurden.
Hier steht der ONE-Cop Thorold Stone im Mittelpunkt, der nach seiner Frau und Tochter sucht, die zu den verschwundenen Personen gehören. Zugleich kommt er der Wahrheit auf der Spur und gerät so selbst auf die Jagdliste seines bisherigen Arbeitgebers. Der neue Heiland Macalousso plant in 72 Stunden den Tag der Wunder und deckt auf das hier sämtliche Menschen gefügig gemacht werden soll, da ihnen virtuell ihr innigster Wunsch erfüllt wird. Zusammen mit einer kleinen Widerstandgruppe, die aber auch intern durch Verführung zerfällt, gilt es nun diese Machenschaften zu stoppen.
Revelation ist dabei kein Actionfilm. Die kleine Razzia zu Beginn ist da schon der Höhepunkt in dieser Sparte. Die meiste Zeit herrschen Dialoge vor, die zwar nicht vom Pfarrer von der Kanzel stammen, aber doch eben sehr kirchlich verwurzelt sind. Es geht um Glaube, Selbstbestimmung, innere Werte, Standhaftigkeit, Verschwörungstheorien und Vertrauen, was auf Dauer doch ein wenig zähflüssig wird. Alles sehr theoretisch hier und die Langeweile überwiegt doch. Teil drei liegt auch noch rum, aber wenn der ähnlich gelagert ist, bin ich aus der Reih wohl draußen.
4/10

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