Review

In seinem Spätwerk Pale Rider bedient sich Eastwood der bekannten Motive, die seine Western auszeichnen: namenloser Revolverheld hilft gebeutelter Gemeinde. Eastwood verkörpert die Rolle wie eh und je. Jedoch fehlt es dem Film an Innovation. Der Wechsel der Location aus der staubigen Prärie in die bewaldeten Berge reicht nicht, um einen Mythos neu zu beleben. Auch das Gefühlswirrwarr, das der Namenlose unter den Damen des Dorfes auslöst, wirkt befremdlich. Hinsichtlich der Regie kann man zwar nicht viel meckern und auch aufgrund der bekannten Strukturen kommt Nostalgie ins Spiel, wenn Clint schließlich zur Waffe greift und es wie so oft mit der ganzen Horde aufnimmt. Ich halte den Film immer noch für überdurchschnittlich, wenn auch nicht mehr für sehr ambitioniert. Aber Eastwood schafft allein mit Routine eben immer noch mehr als andere in diesem Genre. Für Eastwood-Liebhaber gewiss noch lohnenswert!

6/10

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