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Die Mischung zwischen Huup Stapel und Regisseur Dick Maas passt einfach. Neben „Amsterdamned“ ist „De Lift“ ein weiterer guter Vertreter der niederländischen Filmkunst.


Ein neues Hochhaus irgendwo in den Niederlanden. Eine feucht-fröhliche Gesellschaft nimmt den Aufzug, in dem es fast zur Katastrophe kommt. Der Fahrstuhl bleibt stecken, der Klimaanlage fällt aus, die Gesellschaft droht zu ersticken. Nur durch einen Zufall werden sie gerettet. Technik hat ihre Tücken, doch als dann noch ein blinder Rentner in den Fahrstuhlschacht fällt, ist Schluss mit lustig.
Der Techniker Felix Adelaar (Huub Stapel) wird beauftragt den Lift zu reparieren. Doch Adelaar findet nichts, der Lift scheint in Ordnung. Dennoch hat der Lift immer weitere Aussetzer. Adelaar freundet sich mit der Reporterin Mieke de Beer an, einer Reporterin, die sich ebenfalls für die Lift-Sache interessiert. Beide kommen einem Gehemnis auf die Spur, den schon ein Techniker hatte mal versucht, den Lift zu reparieren...und wurde wahnsinnig.


Sicherlich sieht Dick Maas’ erster großer Erfolg nicht aus wie ein Blockbuster, doch gerade das macht „De Lift“ so sympathisch und interessant. Auch wenn die Story gegen Ende recht unglaubwürdig und phantastisch wird, so unterhält Maas’ Film dennoch.
In der Hauptrolle verpflichtete man den bis dahin nochrecht unbekannten Niederländer Huub Stapel, den man aber heute als vielleicht bekanntesten Schauspieler des niederländischen Films kennt. Stapel ist hier noch nicht mit Kommissar Eric Visser aus „Amsterdamned“ zu vergleichen. Die Figur des Aredlaar ist eher bodenständig, ruhig, ein typischer Arbeiter, der Eheprobleme hat, die sich durch das anfreunden mit Mieke noch verstärken.

Zu Begin dreht „De Lift“ richtig auf und es gibt einige nette Effekte zu bestaunen, der Lift fordert so einige Opfer. Dann beginnt das Detektivspiel von Felix und Mieke. Dies könnte einigen zu langatmig sein und auch die Auflösung wird man sicherlich nicht als das Ei des Kolumbus auffassen, doch ich konnte damit gut leben. Zwischendurch darf der Lift aber immer mal wieder einige Aktionen zeigen und zum Schluss gibt es natürlich ein großes Finale.

Technisch ist alles recht gut gemacht, wobei Maas’ nicht viel mehr brauchte als einen Lift, der ab und zu mal die Türen öffnet. Doch gerade besagter Lift sorgt ja bei einigen Menschen fur ungeahnte Ängste. „De Lift“ spielt mit den Urängsten vieler Menschen. Der Lift bleibt stecken, man droht zu ersticken oder er stürzt ab. Jeder kennt doch sicherlich jemanden, der lieber die Treppe nimmt als in einen Lift zu steigen. Und wer sich dann „De Lift“ anschaut, wird danach noch mehr überzeugt sei, dass diese Geräte quasi Teufelszeug sind.


Fazit: „De Lift“ ist ein kleiner, raffinierter Thriller aus den Niederlanden, der einfach Spaß macht. Gute Schauspieler, ein netter Plot. Wie so oft bei erfolgreichen Filmen drehte Dick Maas nach 17 Jahren ein Remake in den USA. Dass der Film natürlich nicht mit dem Original mithalten kann, sollte doch klar sein.

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