In einem Hochhaus in den Niederlanden spielt der Lift verrückt & tut Dinge, die ein Lift nicht tun sollte. Der Monteur Felix Adelaar (Huub Stapel) & die Journalistin Mieke de Beer (Willeke van Ammelrooy) gehen der mysteriösen Sache auf den Grund.
In den 80ern gab es im ORF eine Kinosendung namens Trailer. Da wurden neue Filme vorgestellt & Ausschnitte gezeigt. Als Fahrstuhl des Grauens anlief, wurde das "pièce de résistance" des Streifens angeteasert & ich war schockverliebt. Als ich den Film dann etwas später komplett gesehen habe (& die angeteaserte Szene in voller Länge zu Gesicht bekam), war ich begeistert. Zu dieser Zeit war das für mich auch etwas völlig Neues. Ein Lift, der selbstständig handelt & Menschen bewusst killt? WTF?
Etwa 40 Jahre später gefällt mir der Streifen immer noch sehr, auch wenn der "Money Shot" nicht mehr ganz so realistisch wirkt wie damals. Aber allein die Vorstellung, mit dem Kopf in der Tür eingezwängt zu sein, während der Lift unerbittlich heranrauscht, ist der Stoff, aus dem Albträume sind. Überhaupt sind sämtliche "Attacken" des mörderischen Fahrstuhls sehr hübsch & suspensevoll in Szene gesetzt. Die (geilen) Besoffenen, der Blinde, der Reinigungsmann, das Mädchen mit der Puppe... gut gemacht & mit bösem Humor drapiert.
Und den wunderbar trockenen, oft ziemlich makaberen Humor von Dick Maas mag ich ja generell, der schimmert auch in Amsterdamned & Prooi immer wieder angenehm durch. Dazu gibt’s nette Regieeinfälle, etwa wenn er von den Bewusstlosen auf ein Modell-Rettungsauto um schneidet oder er den POV-Shot einer Bowlingkugel zeigt. Die Schauspieler sind mit Engagement bei der Sache & erledigten ihre Stunts selbst. Am Ende meint einer der Verantwortlichen lapidar: "Es hat Probleme gegeben." Mit dem Film gibt’s indes keine Probleme, den mag ich nach wie vor sehr.
7,5/10