Review

The Americans

Während Walter White (Breaking Bad) und Carie Mathison (Homeland) Winterschlaf halten, versuchen Phillip und Elizabeth Jennings (The Americans) zu übernehmen. Zwar erreichen beide weder die charakterliche Tiefe noch die psychologische Dimension der oben genannten, machen ihre Sache aber dennoch verdammt gut.

Phillip (Matthew Rhys) und Elizabeth (Keri Russell) sind Spione im Kalten Krieg der 80er Jahre. Nach Außen hin führen sie ein unauffälliges Familiendasein mit 2 Kindern zwar vor den Toren von Washington D.C., doch ganz in der Nähe einer der beiden Machtzentralen seiner Zeit. Von Moskau aus gesteuert, gehören sie einer Schläferzelle des KGB an, die nun, in Zeiten der Reagan Administration, mehr und mehr an Eigendynamik gewinnt. Die
Jennings konspirieren, rauben und morden was das Zeug hält. Doch sie tun es nicht für sich. Als überzeugte Sozialisten sind sie auch überzeugte
Antikapitalisten.

Im Gegensatz zu seiner Frau allerdings kommen Phillip immer häufiger Zweifel, ob das Leben in den USA wirklich so schlecht ist und ob das was sie tun, wirklich die richtige Antwort auf das ist, was Amerika ihnen tut. Sie leben im Wohlstand, ihre Kids sind waschechte Amerikaner und ihre Scheinehe
beginnt, sich langsam Richtung einer tatsächlichen Liebe zu entwickeln. Dem
gegenüber steht natürlich die Tatsache, dass sich sachdienliche Informationen außer mit List und Gewalt oftmals nur mit Sex erkaufen lassen. Was für beide der Jennings gilt und der Lovestory eine gehöre Prise Gift beimischt.

Last not least natürlich serious mindfuck die ganze Show, aber schwer unterhaltsam und -   im Gegensatz zum inzwischen debil-agonischen James Bond – mit Sex, Love und Conspiracy als fibrierende Entertainmentzutaten. Wohin sich die Serie entwickelt lässt sich nach den ersten 6 Folgen zwar noch nicht schlussfolgern, dennoch sollte man nicht zögern, Sony Video Unlimited anzuzapfen und dabei zu sein.

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