Nachdem Fehlschlag eines Portraits eines gefallenen Helden, in dem Year-2-K-Supernaturaler „End of Days“ wollte man mit Arnold wieder auf sicheres Terrain zurückkehren. Anders ist es wohl kaum zu erklären, daß der Film deutliche Parallelen zu seinem älteren Erfolg „Total Recall“ aufweist, bei dem auch nie ganz klar war, auf welcher Ebene der Realität man sich nun gerade befand.
Arnold spielt hier einen Privatpiloten der nahen Zukunft (muß aber ob der Fremdheit etwas ferner als gewollt sein), dem die Auslöschung seiner Existenz droht, als ein Klon seiner selbst den Platz bei seiner Familie einnimmt und Killer ihn verfolgen. Seltsame Schnitteinschübe und Bildstörungen weisen dabei schon schnell darauf hin, daß hier nicht alles Gesehene das ist, was es vorgibt zu sein.
Die Stimmung dabei ist wesentlich familienfreundlicher, als sie sein dürfte, um einen echten SF-Brocken zu servieren. Die Zukunft ist so schräg-bunt ausgemalt, als hätten „Demolition Man“ und „Judge Dredd“ einen drauf gemacht und der technische Hintergrund des (verbotenen) Klonens dient nicht zu mehr, als zu einer Arbeitsblaupause für ein Malen-nach-Zahlen-Drama, daß auch in den 80ern nicht mehr richtig modern gewesen sein dürfte.
Die Tricks sind dabei besser gestaltet als die innere Logik, denn zu fesseln vermag dieser mittelprächtig geplottete Stoff in keiner Phase, eher fragt man sich nur nebenbei, wie der Hintergrund denn nun aufgeklärt werden wird.
Das geschieht dann aber auch mit deftigen Lücken, denn allein die durch Augenabdruck genommenen Memokopien des Erinnerungsvermögens der zu klonenden Personen sind ein Musterbeispiel für einfallslose Lächerlichkeit. Ebenso das Heranziehen von menschlichen Klonen binnen weniger Stunden, sowie die Hintergrundsstory rund um den Bösewicht, der in Robert Duvalls (was für eine Verschwendung) blassen Wissenschaftler einen moralisch denkenden Erfüllungsgehilfe besitzt.
Duvall muß dann auch die branchenüblichen Zweifel haben und will so naiv wie kreuzdoof aussteigen, wie das alle supporting stars zweiter Klasse in solchen Filmen nun mal tun.
Und muß dran glauben!
Daß am Ende zwei Arnolds zur Attacke blasen, kann man auch schon lange vorher vorsehen, denn der Film ist sich nicht zu feige, auch nur einen über die Klinge springen zu lassen. Alles endet happy und bunt und selbst der Showdown ähnelt fatalerweise an Stallones Demolierer, zumindest von Aufbau und Kulissen her.
Daß kaum jemand von diesem in jeder Hinsicht mittelmäßigen Film begeistert war, Arnold-Fans aber am allerwenigsten, ist da wohl zu verstehen. Tralala, mehr nicht. (5/10)