Review

Das Schaf Dolly ist dagegen eine lahme Ente!

„The 6th Day“ ist ein Spät-Schwarzenegger kann man sagen und greift das um die Jahrtausendwende sehr populäre Thema des Klonen auf. Er erzählt vom doppelten Arnie und Familienvater in der nahen Zukunft, der um seine Existenz und Daseinsberechtigung u.a. gegen einen skrupellosen Großkonzern und seine Auftragskiller kämpfen muss…

Zweimal der Arnie, zweimal die Action?

Nicht mit seiner Action hat mich „The 6th Day“ überzeugt. Auch nur teilweise mit seinem Humor. Sondern viel mehr mit seinen technischen Details, seinem futuristischen World Building und seinen menschlich-philosophischen Fragen die er tangiert. Er schneidet diese zwar nur an und ist in dieser Beziehung sicher nicht gleich ein „Minority Report“ - aber die Mischung macht's halt! Und da ist „The 6th Day“ dann doch eine runde Sache und etwas mehr als nur ein „Spätherbst-Arnie“. Da hat er zu der Zeit schon deutlich schwächere Sachen (wie „Collateral Damage“) abgeliefert. Vieles von den krachenderen Passagen hat man zwar schon ähnlich in anderen Schwarzenegger-Hits gesehen und die Effekte sind nun nach zwanzig Jahre nicht mehr alle gut anzuschauen. Ich sage nur ferngesteuerte Helikopter. Und super viele Faustgefechte und Stunts macht Arnie hier natürlich schon nicht mehr (selbst). Und dennoch funktioniert alles als cremiges Entertainmentpaket. Das Ende ist etwas weichgespült. Zwischendurch werden Gedanken an „Total Recall“ wach, der alles besser gemacht hat. Aber das soll „The 6th Day“ nicht herunterspielen. Er kann richtig positiv überraschen, gerade wenn man vorher eher tief stapelt und einen von Arnies Schlechtesten erwartet - das ist er nämlich definitiv nicht! 

Fazit: unterhaltsam, witzig, fast der alte Arnie… „The 6th Day“ könnte einer der unterschätzteren Actioner des größten Typen des Genres sein. Satire, Zukunftsvision, Denkanstoß - aber vor allem erstaunliches Unterhaltungshochglanzprodukt! 

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