Da staunt Adam nicht schlecht, als er zu seiner Geburtstagsfeier nach Hause kommt. Da sieht er sich im Wohnzimmer stehen, umringt von Freunden und Familie. Denn Adam wurde geklont und steht jetzt auf der Abschussliste derer, die das bewerkstelligt haben.
Gleich zu Beginn bekommt man mit einer Texteinblendung den Titel des Films erklärt und so lässt „The 6th Day“ von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er sich für ziemlich clever hält. Oder, Adam?
Wie auch immer, inszeniert von Roger Spottiswoode beschäftigt sich dieser SciFi-Thriller aus der Jahrtausendwende also mit Fragen rund um Gentechnik und das Klonen von Lebewesen. Das Thema ist allerdings mehr ein Gimmick. In die Tiefe geht das Skript hier nicht, obwohl es sich ob der Prämisse oft angeboten hätte. Da lässt der Streifen viel liegen und will doch lieber der flotte Actionthriller sein, der er aber unterm Strich nicht ist. Dazu ist er zu unspannend, zu ausgewalzt erzählt und auch zu flach. Mitunter zieht sich das Ganze auch mal etwas. Die Action ist so lala, wirklich groß wird das hier nie.
Hinzu kommt, dass „The 6th Day“ visuell öfters nicht besonders ansehnlich ist. Es gibt alberne Spielereien bei Überblenden, ruckelige Zeitlupen oder schiefe Räume. Dazu positioniert sich die Kamera gerne mal unterhalb der Augenhöhe, was auf die Dauer ein merkwürdiges Bild gibt. Die digitalen Effekte aus der Entstehungszeit sind nicht sonderlich hübsch, schlimmer noch ist das generelle Design der hier eingesetzten futuristischen Hubschrauber. Und wie hässlich ist bitte diese Puppe für Adams Tochter? Das Kind kriegt doch Albträume.
Das Ensemble ist okay, Schwarzenegger ist letztlich der Grund, sich das hier anzusehen. Und ist es auch kein klassischer Arnie-Film, so ist er noch mit das Beste dran. Trotz der eher lahmen Oneliner. Lahm ist ebenfalls Schurke Drucker (Tony Goldwyn) und Robert Duvall war auch schon einmal mit mehr Elan bei der Arbeit. Mit Michael Rooker und Sarah Wynter bekommt man immerhin ein agiles Killerpaar, sie bleiben letztlich aber Lückenfüller, damit es weitergeht. Die Welt selbst sieht eher so semi-überzeugend aus. Holo-Waifu und Plastikautos reichen da weder für Futuristisches, noch für die Bebilderung einer nahen Zukunft, auf die anfangs ebenso dringlich hingewiesen wird.
„Try to stay dead this time.“
Das an sich interessante Thema wird in „The 6th Day“ bestenfalls solide präsentiert. Er überzeugt in keiner Disziplin wirklich, bietet einen uninteressanten Bösewicht, so lala Action und ebensolche Effekte. Insgesamt auch eine ganze Ecke zu lang und wenig aufregend hat man immerhin Arnie in einer Doppelrolle, ansonsten einen nur mediokren SciFi-Thriller, der zu viel liegen lässt.