Mit "Cable Guy" konnte Jim Carrey keinen großen Erfolg verbuchen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es sich hier von der Handlung her nur um einen eher durchschnittlichen Film handelt.
Die Story ist ziemlich außergewöhnlich und unglaubwürdig zugleich. Ein Kabelmann, der keine Freunde hat, möchte sich welche machen. So verlegt er den Fernsehanschluss von Steven Kovacz, der den lispelnden "Cable Guy" jetzt an der Backe hat und ihn nicht mehr loswird. Das Ganze gestaltet sich für Steven als Plage, deshalb kündigt er dem aufdringlichen Kabelmann auch gleich wieder die Freundschaft. Dieser lässt sich aber nicht so einfach abservieren und macht Stevens Leben von nun an die Hölle heiß.
Wie schon gesagt, diese "Kabelmann-Freundschaft" ist nicht unbedingt realistisch. Unterhaltsam wird es aber, als der "Cable Guy" immer aufdringlicher wird. Da zeigt sich dann auch, dass dieser Mensch etwas gestört ist.
Das Ende ist mal wieder hollywood-typisch. Hätte Steven den Psychopathen eben noch gerne umgebracht, so herrscht im nächsten Augenblick schon wieder "Friede, Freude, Eierkuchen" - Stimmung.
Eins sei noch gesagt; ohne Jim Carrey wäre der Film nichts, er würde gnadenlos untergehen. Man könnte sich diesen Film mit einem anderen Schauspieler in der "Kabelmann" - Rolle gar nicht vorstellen. Meiner Meinung nach spielt er wieder erstklassig und stellt den zum Beispiel viel zu kühlen und emotionslosen Matthew Broderick klar in den Schatten.
Bei Jim Carrey gibt es wieder herrliche Gesichts- und Sprachausdrücke zu bestaunen. Besonders wie Carey am Ende in der Hubschrauber-Szene den Sanitäter anguckt ... einfach herrlich!
Wo ich eben ja noch bei der Sprache stehengeblieben war - Da muss ich mal ein großes Lob an die deutsche Synchronstimme von Jim Carrey aussprechen. Das Lispeln kommt wirklich genial rüber!
Letztendlich besitzt "Cable Guy" nicht ganz soviel Witz, wie es für Filme, in denen Jim Carrey mitspielt, typisch ist. Auch Die Handlung lässt zu wünschen übrig. Aber Dank des Kabelmannes Carrey noch ein unterhaltsamer Film.