Jim Carreys erster Film als Charakterdarsteller. Er stellt als einsamen,traurigen und dadurch leicht beeindruckbaren "Cable Guy" durchaus eine Figur dar, die heute auch so in der Gesellschaft vorkommt. Durch das Fernsehen sind alle nur noch zu bruchstückhafter Kommunikation bereit, die über ein "Hol mir mal ein Bier" nicht hinausgeht. Somit ist der Film eine gut gemachte Satire; dadurch das jeder erstmal sagt" Boahh, der Film war scheiße" hat der Film schon Erfolg. Der Film sagt, dass wir Menschen unsere Konsumgeilheit nicht bemerken und dadurch abstreiten, mit solchen Aussagen also hat der Film Erfolg auf der ganzen Linie. Der "Cable Guy" hat wie in vielen Gesellschaftssatiren keinen Namen, er ist der ganz normale Jedermann von der Straße. Jim Carrey ist wieder mal toll und verdient ein bißchen Respekt, so schafft er es immer wieder von Momenten, in denen er zu Lachanfällen animiert, zu Momenten, in denen er mit seiner traurigen Erkenntnis über seine Existenz, wo wirklich der Zuschauer mitfühlen kann, überzuwechseln. Das ist eine bemerkenswerte Leistung.
Doch natürlich darf in jedem Carrey -Film nicht sein komisches Talent zu kurz kommen. Wie er sich oft die Zunge bricht, wenn er als lispelnder "Cable Guy" das Wort "Justizvollzugsanstalt" auspricht oder mit Sprichwörtern wie "Wer sich ziert, masturbiert" unseren Wortschatz erweitert. Auch cool gemacht sind die Basketballszenen und vor allem die Schlüsselszene, in der er auf der riesigen Fernsehschüssel steht und somit als Fundament auch sprichwörtlich nur das Fernsehen hat, nichts anderes hält seine Existenz. Somit verfügt der Film über einen intelligenten Plot , gute Darsteller (bis auf Jim Carrey, der ist sensationell) und auch einen bemerkenswerten Soundtrack.
Lohnt sich sehr und ist das Highlight in jeder Jim Carrey-Sammlung....10/10....