Review

Renny Harlins Superflop, mit seiner damaligen Frau Geena Davis als Piratentochter Morgan Adams in der Hauptrolle, soll ja knappe 100 Mille gekostet haben. Wieso den so wenige sehen wollten, ich weiß es nicht. Ich denke, es gibt genug Gründe, sich den anzuschauen, der beste davon ist wahrscheinlich, dass man die 100 Mille dem Streifen auch sowas von ansieht. Es gibt ja jede Menge sauteure Filme, wo man sich denkt, boah, wo ist denn das ganze Geld hingeflossen? Hier ist das nicht der Fall, hier wird ordentlich rangeklotzt, von den Sets & der Ausstattung über die Schiffe & Kostüme bis zu den aufwendigen, mit vielen fetten Explosionen garnierten Actionszenen, der Film sieht in jeder Sekunde danach aus, was er gekostet hat.

Die Story macht ebenfalls Laune, mit dem Gimmick, dass diesmal kein Pirat, sondern eine Piratin als überlebensgroße Heldin fungiert. Ist Geena Davis überzeugend? Ansichtssache. Sie gibt jedenfalls alles, in jeder Szene, das bewundere ich. Unterstützt wird sie von Matthew Modine, während Frank Langella als ihr großer Gegenspieler glänzt. Das Abenteuer geht flott & kurzweilig über die Bühne, mit sympathischen Protagonisten & verabscheuungswürdigen Antagonisten, mit einem Plot, der unsere Helden durch allerlei Cliffhanger-Situationen jagt, die sie mit List & Tücke & etwas Glück überstehen. Das Tempo ist verdammt hoch & handwerklich ist der Streifen erste Sahne.

Hinzu kommt, dass mir der Film sehr sympathisch ist, was bei den neueren CGI-Materialschlachten immer seltener der Fall ist. Yeah, Die Piratenbraut ist heute immer noch das, was sie auch dreißig Jahre zuvor schon war: Ein sehr unterhaltsames Event-Movie mit Witz, Action & Frauenpower.

7,5/10

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