Vom Standpunkt des bildlichen Cineasmus her gesehen sehr weit vorn, aber irgendwie waren die Zeitlupensequenzen abgehackt. Oder empfinde nur ich dies so? Bei ganz langsamen Zeitlupenschwenks hat das nicht gestört, aber bei einigen fand ich es schon recht auffällig und wahr der Meinung schon weitaus bessere Slomotion Bilder in Filmen gesehen zu haben. Nichtsdestotrotz ein sehenswerter Film der im Gegensatz zu anders lautenden Behauptungen, natürlich inhaltliche Schmankerl zu bieten hat. Das 'Kung Fu' fungiert tragend als große Metapher auf das Leben und die Existenz. Man muss die einzelnen Gleichnisse und die Schicksale der Charakter, dafür aber natürlich lesen können und sich vielleicht auch in gewisser Weise selbst als Kämpfer sehen.
Im Grunde würde ich dafür gern mehr Punkte vergeben, jedoch passiert es ganz am Ende des Filmes, nach dem ersten kurzen Abspann, dass mit einem "Bruce Lee" Zitat die Relativismuskeule herausgeholt wird und durch den Finalen Satz noch eine unschöne Große Beule in den Film hinein gedellt wird. Denn die im letzen Satz des Filmes suggerierte Schicksalabhängigkeit eines jeden Kämpfers, ist mit Sicherheit nur die halbe Wahrheit. Selbst wenn es den Charakteren "Ip Man" und "Gong Er" wohl so vorgekommen sein mag.