Review

kurz angerissen*

Ziemlich krude montierter Episodenfilm von Stanley Kramer, der seine Großstadt-Groteske „Running Scared“ praktisch aufs Land verlagert und damit auch ein wenig den Ton: Obwohl der Mittelteil mit Elijah Wood (wieder im Psycho-Modus) vom Thema und dessen Darstellung her hart zu schlucken ist, setzt sich insgesamt der komödiantische Anteil klar durch. Paul Walker und Brendan Fraser haben die heftigsten Karikaturen erwischt: Während letzterer mit dem Elvis-Imitator das Pop-Culture-Icon schlechthin bedient und die tragische Figur, die dabei zum Vorschein kommt, durchaus ein wenig zu Frasers Werdegang passt, hinterlässt Walker als psychotisches Drogenwrack den intensivsten Eindruck im Ensemble, wobei er oftmals in Gefahr läuft, zu überziehen.

Kramer inszeniert höchst unterhaltsam und lässt einmal mehr sein Faible für märchenähnliche Konstellationen durchscheinen (die Barbershop-Sequenz ähnelt in ihrem absurden Ablauf einer Szenerie aus „Alice im Wunderland“). Auch deswegen entwickeln sich hier drei vollkommen abwegige Räuberpistolen, die sich schamlos aller möglichen Klischees bedienen und gewisse Schwächen in der Zusammenführung bergen, die allerdings auf der anderen Seite auch schwer unterhaltsam sind. Und natürlich bis in kleinste Nebenrollen ausgesprochen gut besetzt.

*weitere Informationen: siehe Profil

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