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STREET RUN versucht vom ersten Augenblick an große Parkour-Action-Vorbilder wie GHETTO GANGZ anzuknüpfen und beginnt mit einer zugegeben rasanten Flucht über Häuserdächer, Treppengeländer und entsprechenden Jump-Stunts. Erzählt wird die Geschichte des siebzehnjährigen Daniel Lombardi (William Moseley), der zwischen seiner kriminellen Vergangenheit und der aufkeimenden Liebe zu der attraktiven Emily (Kelsey Chow) steht. So einfach gestrickt wie diese Kurzbeschreibung scheint ist STREET RUN auch, der übrigens im Original schlicht RUN heißt. Leider sind die signifikanten Actionszenen an einer Hand abzuzählen und weit weniger spektakulär, als es die Werbung zu STREET RUN vorgibt.

Schnell wird klar, dass man sich hier im Herzen eines B-Film Aufgusses befindet, der gerne auch mal den Kardinalfehler eines sehr banal wirkenden Off-Textes nutzt. Heraus kommen dann bedeutungsschwangere Sätze wie "Ich fühle mich nur dann wirklich frei, wenn ich unterwegs bin. Deshalb sind wir ständig in Bewegung, denn wenn wir zum Stillstand kommen, sind wir tot…". Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen und die Kernkompetenz von STREET RUN kann eigentlich nur in den Actionszenen liegen und diese wird leider nicht wirklich befriedigt. Hier und da wird eine Kopfkamera eingesetzt was zu recht netten Aufnahmen führt.

Die besten Szenen sind tatsächlich im Abspann zu sehen. Mit dabei ist übrigens die altbekannte unfreiwillige Trashfilm Ikone Eric Roberts (Bruder von Julia Roberts), der in diesen B-Film die passende Ergänzung ist. Für Parkour-Komplettisten sollte STREET RUN sicherlich einen Blick wert sein. Wirklich falsch macht der Film nichts, er ist leichte Unterhaltung mit einer 08/15 Story und ein relativ wenig "Parkourerei", aber lockt auch keinen anspruchsvollen Action Fan nachhaltig hinter dem Ofen vor und wird sicherlich leider bald in der Versenkungen verschwinden.

4/10 Punkten

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