Review

Der schmale Grat ist eine wirkliche Perle unter allen Kriegsfilmen, zumindest was die Handlung, Kamera und die Dialoge angeht. Andererseits ist der Film auch der wohl langweiligste Kriegsfilm, den ich kenne. Trotz eines Megastaraufgebotes sind die Darsteller bis auf Nick Nolte euch eher blass. Es passiert in den 158 Minuten nicht wirklich viel, da sich alles um eine Schlacht handelt. Aber dafür sind die Gedanken und Kommentare der Soldaten aus dem Off sehr interessant und beleuchten die Gedanken der Soldaten mal intensiver als normale Kriegsfilme, ähnliches kenne ich nur von Band of Brothers. Auch sehr gut gefallen haben mir die zahlreichen Natur,- Landschaftsaufnahmen, die nicht nur wunderschön sind, sondern auch den Gegensatz zu all der Zerstörungsgewalt des Menschen zeigt. Da wollte der Regisseur wohl verdeutlichen, dass Gutes und Schlechtes sehr nah beieinander liegt. Vielleicht sollen diese Bilder auch zeigen, dass es auch schöne Seiten gibt und nicht nur alles Böse ist. Auf jeden fall lag dem Regisseur sehr viel an diesen Aufnahmen, weil sie immer wieder ins Geschehen integriert werden. Zurück zu meiner negativen Einstellung dem Film gegenüber, muss einfach gesagt werden, dass hier weniger mehr gewesen wäre, denn mit einer straffer geführten Regie, wäre hier wohl wirklich ein „unvergleichliches Meisterwerk der Filmgeschichte“ (Klappentext) entstanden. Dann hätte Malick den Oscar wahrscheinlich auch bekommen. So komme ich zu enttäuschenden 6/10.

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