Review

Dunkelheit essen Beziehung auf

„In Fear“ ist ein alptraumhafter Roadtrip im Stile der 00er a la „Joy Ride“ oder „Jeepers Creepers“, jedoch wesentlich realistischer bzw. thrillerhafter, über ein noch recht frisches Pärchen in einem irischen Irrgarten aus Landwegen, Spritsparen und Widerstand gegen einen aggressiven Killer auf dem Rücksitz…

Dead End?

Manchmal wirkt „In Fear“ fast wie ein Found Footage-Finale wenn die Charaktere nur noch orientierungslos durch Wald und Pampas stolpern, nur hier eben mit der Kamera am Kühlergrill des Autos und irische Nacht anstatt Hexenhäuschen und Co. Doch im Grunde ist „In Fear“ auch eine sehr persönliche Fahrt über Angstzustände, Verfolgungswahn und die Kraft zu sich selbst zu stehen und für sich selbst einzustehen. Egal wieviel Schmerzen und Widerstand dem entgegenstehen sollte, innerer wie äußerer. Der Score sticht positiv durch das tiefe Schwarz der Nacht, das Böse wirkt sehr real und giftig, Werbung für Irland ist das nicht wirklich. Für Männer ebenso wenig. Werbung für gute Thriller dafür umso mehr. Beklemmend. Labyrinthisch. Ausweglos. Unter Druck, unter Anspannung. Unsicherheit und Gänsehaut.

Fazit: irische, komprimierte und sehr düstere „The Hitcher“-Variante mit starkem Sog, hoher Spannung und exzellentem Score. Selbst wenn das Ende und allgemein die rudimentäre Handlung aufstoßen können. Eher eine fiese Fingerübung. 

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