Als ein junger Mann in die Tankstelle stürmt, ahnt noch niemand von dem Massaker, dass gleich angerichtet werden soll. Doch den Besuchern wird schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt, da der verstörte Mann seltsame Sachen stammelt und eine große Wunde an der Schulter aufweist, die von einem Biss zu sein scheint. Eine Polizistin, die sich gerade zufällig hier aufhält, will den Mann beruhigen und ihn bitten, dass er sich ärztlicher Hilfe unterzieht, doch der Mann hat nichts besseres zu tun, als der Frau die Pistole zu klauen und sich unter Worten, die das jüngste Gericht ankündigen, in den Kopf zu schießen.
Darkness ist eine amerikanische Amateurproduktion, die man bestenfalls noch als semiprofessionell bezeichnen könnte. Jedenfalls wird schnell deutlich das auch die Yankees ihre Tauberts und Roses haben. Wer eigentlich Leif Jonkers ist, keine Ahnung, zumindest hielt er es für notwendig seinen Namen mehrfach großformatig aufs Cover zu klatschen, obwohl er davor und danach keinen Film mehr realisierte. Die Schauspieler engagierte er wohl aus dem Freundes- oder Collegekreis, alle scheinen hier dasselbe Alter zu haben und wurden maximal mit einem Burger und ner Coke pro Drehtag bezahlt. Unnötig zu erwähnen, das keine neuer De Niro dabei ist, aber zumindest könnten sie wenigstens die Luft anhalten wenn sie toter Mann spielen sollen, statt fröhlich weiterzuschnaufen, immerhin hängt keine Mikrofonangel ins Bild. Die Bildqualität Marke Aldi Camcorder ist dabei mit grottig noch sehr humanitär beschrieben. Der Cut wurde offensichtlich mit einer stumpfen Heckenschere durchgeführt und der Metal Score ist gelegentlich etwas arg aufdringlich. Handwerklich gesehen ist der Film ein ziemlicher GAU. Dafür kann zumindest die Story ein wenig punkten. Die ist zwar alles andere als originell und wohl ein wenig bei Romero abgekupfert, aber zumindest enstehen trotz einer Laufzeit von deutlich über 100 Minuten nicht die ganz großen Längen. Die FX sind für einen Film aus der Kreisliga recht ordentlich und zahlreich, gegen Ende wird sogar richtiggehend gesplattert, der rote Saft fließt in Strömen, Gorehounds können ruhig mal reinschauen.
Auch wenn sich die Vampire eher wie Zombies benehmen und die Charaktere null Background haben, wegen denen man ihnen evtl. ein Überleben gönnt, ist Darkness relativ unterhaltsam, ausleihen ist ok, kaufen würd ich ihn nicht unbedingt (obwohl ichs schon getan hab). Gute 3 Punkte.