Ein junger Typ kommt panisch in eine Tankstelle und faselt wirres Zeug von "ihm", der kommen und alle töten wird. Kurz danach erscheint tatsächlich ein untoter Vampir und beide verwandeln die illustre Gesellschaft binnen kurzer Zeit in ein Blutbad. Nur Tobe entkommt und stellt sich mit einigen zunächst ungläubigen Freunden dem Kampf gegen eine Überzahl von untoten Blutsaugern, die schon die ganze Stadt bevölkern. So weit, so dünn ist die Story dieses Splatterfilms, der es nicht gerade auf Tiefgang anlegt, aber für einen Amateurstreifen recht ordentlich umgesetzt wurde. Über die gesamte Laufzeit wird der Zuschauer mit der Jagd zwischen den Untoten und den Teenies penetriert, wer große Vorgeschichten nervig findet, den freut das sicher. Allerdings führt die ständige und meist nächtliche Abmurkserei auch dazu, dass sich die Charaktere einer vom anderen nicht unterscheiden. Erschwerend kommt noch die Bildqualität hinzu, denn teils ist es so düster, dass außer Lichtern nicht mehr viel auszumachen ist. Wenn dann das Geschehen nahe bei der Kamera ist, gibt es Gesplatter in grafisch ausgebreiteter Form. Auch dort bewegt man sich für Amateure im gehobenem Niveau, einige billige Effekte werden da durch die Quantität wieder wett gemacht. Die Laiendarsteller sind angesichts ihres zarten Alters o.k., im gesamten Film tauchen übrigens nur Teenies auf, die älteren Verwandten haben sie nicht vor die Kamera bewegen können. Ausgesprochen gut gelungen sind zwischendurch atmosphärische Stills und Farbfiltereffekte, die ein wenig an "Mutilation Man " erinnern. Im Gegensatz zu dem klasse Streifen von Jim Van Bebber ist "Darkness" allerdings die Light-Version, was Härtegrad und künstlerische Ambitionen angeht. Der gutgemeinte Synthiescore verhilft den Szenarios zunächst zu Atmosphäre, nervt aber auf Dauer unheimlich ab. Das eine Thema wiederholt sich unsäglich oft, auch wenn es durch wahllos eingestreute Metaltracks unterbrochen wird. Größtes Manko sind wahrscheinlich die schnell entstehenden Längen, sowie die etwas undurchsichtige, nicht immer stringente Handlung, was durchaus zum Abschalten führen kann. Die Vampire ähneln eigentlich eher Zombies, die sich hungrig über ihre Opfer hermachen. Lange Zähne, Kreuze und den ganzen Quatsch findet man hier nicht. Fraglich ist, warum die Jungfilmer nicht gleich die etwas lächerliche Figur des "Herrn der Untoten" weggelassen haben und einen reinen Zombiefilm"gedreht haben. Denn einfach nur das Benennen eines Vampirs macht noch keine Mysthik aus einem ansonsten ordentlichem Gorefest mit Zombieflair.
Fazit: Trotz einiger Längen ein netter Amateursplatter, der neben massig Gore nicht nur 0815-Optik zu bieten hat. 6/10 Punkten