"Son of Sardaar": Große Fäuste, laute Gags und wenig Herz dahinter
Son of Sardaar will ein wildes Gemisch aus Action, Komödie und Romantik sein und scheitert genau daran. Der Film punktet klar mit seiner Besetzung: Ajay Devgn bringt Charisma und komödiantisches Timing mit, Sanjay Dutt ist als finsterer Billu beeindruckend präsent, und Sonakshi Sinha sorgt mit Charme für Leichtigkeit. Auch die Grundidee (Liebe zwischen verfeindeten Familien) ist klassisch und eigentlich zeitlos.
Doch das Problem liegt im Drehbuch. Die Geschichte wirkt überladen, zerfahren und oft unnötig in die Länge gezogen. Viele Gags sind laut, aber nicht clever, und wiederholen sich schnell. Die Action ist stylisch, aber häufig übertrieben, sodass Spannung kaum entsteht. Statt emotionaler Tiefe bekommt man meist Klamauk, wo man Drama bräuchte, und Drama, wo eigentlich Humor gefragt wäre.
Einige Nebenfiguren sind unterhaltsam, doch sie bleiben Karikaturen. Die Musik ist solide, aber wenig einprägsam, und der Ton des Films schwankt ständig zwischen Slapstick, Romanze und Rache-Drama, ohne sich je richtig zu entscheiden.
Unterm Strich ist Son of Sardaar ein Film mit viel Lärm, viel Starpower und wenig Substanz. Wer auf bunte Actionkomödien mit einfachen Pointen steht, kann Spaß haben – wer aber eine stimmige Geschichte sucht, wird eher enttäuscht.