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Das Unglück am Dyatlov-Pass gehört zu den mysteriösesten ungeklärten Ereignissen in der Sowjetunion. Eine Doku über die realen Geschehnisse damals wäre wunderbar gewesen, doch eine Aufarbeitung als Found Footage Mockumentary hat sicher auch ihren Reiz. Das Szenario wird also quasi noch einmal in der Gegenwart mit einer handvoll jungen US-Studenten nachgestellt. Das Ergebnis ist dann leider längst nicht so schaurig und spannend, wie es hätte sein können. Lange Zeit geschieht wenig, erst mit der beängstigenden Lawine scheint der ausgesprochen einfältige Streifen etwas in Fahrt zu kommen. Doch dann entwickelt er sich zu einem [REC]-Plagiat mit schlechtem CGI. Gar zu phantastisch ist der letzte Akt, bei dem sich die Ereignisse überschlagen und einer der Studi-Boys haufenweise hanebüchene Theorien raushaut. Ein durchwachsener Film, der aufzeigt, wie es heute um das Standing von Regisseur Renny Harlin bestellt ist.