Review

Mehrere bewaffnete Terroristen bringen in Norddeutschland einen Güterzug in ihre Gewalt. Sie nehmen Geiseln und starten eine Fahrt quer durch Europa. Die Terroristen, die von einem eigensinnigen russischen General beauftragt wurden, haben eine Nuklearbombe auf dem Zug und drohen diese zu zünden. Die UNO schickt einen den Agenten Pierce Brosnan, um die Terroristen zu stoppen und die Bombe zu entschärfen.

Die Story ist einfallslos und flach. Der politische Konflikt, der um den russischen General entsteht, der die Terroristen beauftragt hat, wird überhaupt nicht näher untersucht. Auch die Charaktere sind überaus flach konstruiert. Mal wieder darf ein russischer General den Bösewicht spielen, einmal mehr ein Beweis dafür, dass den Amerikanern wirklich kaum noch etwas Neues einfällt. Auch die Hauptfigur, gespielt von Brosnan, ist überaus flach konstruiert und die Love-Story um ihn und seine neun Kollegin ist von Anfang an vorhersehbar und nervt zum Ende hin, da sie den Film noch immer weiter ausbremst. Die Dialoge sind ebenfalls schlecht, flach und haarsträubend. Es gibt keine einzige unvorhersehbare Wendung, da der Film komplett nach altbekannten Mustern gestrickt wurde. Alles in allem ist die Story eine Katastrophe.

Der Film läuft relativ schnell an, da die Terroristen den Zug früh in ihre Gewalt bringen können. Leider bleibt der Unerhaltungswert auch im Mittelteil sehr gering, da der Film an seiner hohen Vorhersehbarkeit krankt. Alles in allem ist der Mittelteil sehr monoton, da die Handlung kaum fortzuschreiten scheint. Zum Ende hin gibt es dann ein paar Schieß-Szenen, die den Film aber auch nicht mehr retten können. Das Finale, dass wohl spannend werden sollt, ist so unglaublich vorhersehbar und stereotyp, dass es wirklich niemanden schocken kann.

Regisseur David Jackson leistet schlechte Arbeit. Es gibt überhaupt keine Filmmusik, die die Action-Szenen hätte unterlegen können. Vor allem hier merkt man die Auswirkungen des niedrigen Budgets der US-Fernsehproduktion. Die Kulisse ist einigermaßen solide, da man während der langen monotonen Zugfahrt immerhin ein paar Landschaftsaufnahmen zu sehen bekommt. Die Action-Sequenzen bestehen zum Großteil aus billigen Schießereien, die auch nur langweilen können. Atmosphäre kann natürlich überhaupt nicht aufgebaut werden, obwohl der Film dringend eine gespannte Atmosphäre benötigt hätte. David Jackson merkt man an, dass er bisher noch nie an einem größeren Projekt beteiligt war und, dass er sich bisher mit belanglosen B-Movies und TV-Serien durchschlagen musste. Er drehte auch die Fortsetzung "Der Rembrandt-Deal", in der Pierce Brosnan erneut die Hauptrolle übernahm.

Pierce Brosnan sieht man hier an einem frühen Punkt seiner Karriere. 3 Jahre vor seiner ersten Rolle als "James Bond" merkt man ihm noch an, dass er sehr unerfahren ist. Er wirkt bereits so stilvoll und cool, wie es ihn in seiner James-Bond-Rolle auszeichnete, allerdings ist seine Leistung noch nicht so gut wie in den Bond-Filmen. Patrick Steward spielt die Rolle eines UN-Mitarbeiters und löst sie solide. Dieser Film wurde kurz vor der Pilotfolge von "Star Treck" gedreht und ziemlich genau zum Zeitpunkt seines Ausstiegs bei "Raumschiff Enterprise". Christopher Lee liefert im soliden Cast die beste Leistung ab, da ihm die Rolle des gemeinen Generals sehr gut liegt. Ted Levine spielt die Rolle eines Terroristen und ist ebenfalls solide.

Fazit:
"Death Train" ist ein typisches, belangloses B-Movie. Aufgrund des geringen Budgets der Fernsehproduktion sind die Action-Szenen langweilig und der gesamte Film kann kaum unterhalten. Die Handlung ist so klischeehaft, dass man sie den ganzen Film über vorhersehen kann. Immerhin sieht man eine der ersten Rollen von Pierce Brosnan und einen guten Christopher Lee. Der Film ist kaum empfehlenswert.

Details
Ähnliche Filme