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Der deutsche Wissenschaftler Leitzig baut im Auftrag des größenwahnsinnigen russischen Generals Benin eine Atom-Bombe, die dieser anschließend von dem psychopathischen Redneck Tierney und seiner Terroristen-Truppe in einem gekaperten Güter-Zug quer durch Europa in Richtung Irak kutschieren lässt. Der Gedanke dahinter: durch die Drohung der atomaren Vernichtung erhofft sich Benin, die Sovietunion wieder im alten Glanz auferstehen zu lassen... mit ihm selbst an der Führungs-Spitze, selbstverständlich. Der UNO-Spezialagent Mike Graham wird mit der Aufgabe betraut, die heikle Situation (und die Atom-Bombe) zu entschärfen. Fürs US-Kabel-TV produzierter Action-Thriller (nun ja) nach Motiven von Alistair MacLean, der im Grunde nur deshalb heute noch erwähnenswert ist, weil Pierce Brosnan hier schon mal kurz vor knapp für seinen ersten Auftritt als James Bond in "GoldenEye" üben konnte. Auch die übrige Besetzung mit Patrick Stewart, Christopher Lee und Ted Levine ist einen Augenmerk wert, allerdings scheint es so, dass der Großteil des Budgets wohl für die Gagen-Schecks der namhaften Darsteller draufgegangen ist, denn "Death Train" sieht echt schockierend billig und schotterig zusammengestoppelt aus, und ist darüber hinaus auch noch potthäßlich fotografiert. Einige inhaltliche Waghalsigkeiten (mit dem Zug gen Irak, echt jetzt?) werden von der insgesamt spannungslosen Inszenierung nicht wettgemacht, und die recht, ähm, "abenteuerliche" Schilderung der Geographie Europas lässt die Vermutung aufkeimen, dass keiner der verantwortlichen Strippenzieher sich bemüßigt gesehen hat, vor Produktions-Beginn mal 'nen Blick in einen Atlas zu werfen. Wenn ich mich recht erinnere, dann ist die nachgeschobene Fortsetzung "Der Rembrandt-Deal" tatsächlich besser...

4/10

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