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Oscar Diggs arbeitet mehr schlecht als recht als Zauberer auf Rummels und zieht den Leuten das Geld aus der Tasche. Aber er ist ein Erfinder und hofft, damit seinen Lebensunterhalt aufzubessern. Mit seinem Heißluftballon will er die Menschen zum Staunen bringen. Als er mit diesem in Kansas in die Luft steigt, bricht auf einmal ein Sturm los, der ihn samt Ballon ins wunderbare Land Oz katapultiert.

Die Fantastische Welt von Oz ist nicht einfach nur ein Remake des Vorkriegsklassikers mit Judy Garland, sondern versucht eigenständig ein Prequel zu erzählen. Die Konzentration liegt dabei auch nicht auf Dorothy, Vogelscheuche und Konsorten, sondern schildert die Geschichte des großen Zauberers Oz selbst und wie er sich im Fantasieland zum König hochgaukelte. Es ist allerdings fast schon erstaunlich das Regisseur Sam Raimi und Hauptdarsteller James Franco heißen, denn die Optik schreit fast geradezu nach Tim Burton und Johnny Depp. Es ist alles etwa so zwischen bonbonbunten Kulissen und surrealen Figuren angelegt, das es beinahe schon vertraut wirkt.
Es gibt aber auch noch andere Parallelen neben der Etablierung des Oz-Herrschers. So finden sich auch gelbe Straße wieder, die geflügelten Affen und sogar der Charakter des ängstlichen Löwen könnte hier seinen Ursprung haben, als Oz seinen zukünftigen Diener Finlay befreit und einen Löwen mit einer roten Rauchbombe verjagt.
Konzipiert wurde die Geschichte als familientaugliches Abenteuer Märchen. Oz und Finlay begeben sich auf die Quest der vermeintlich bösen Hexe ihren Zauberstab zu zerbrechen und lernen dabei natürlich auch jede Menge Fantasiegestalten wie Hexen, sprechende Porzellanpuppen oder geflügelte Paviane kennen, bereisen natürlich die Smaragdstadt mit den vermeintlich guten Hexen (es ist natürlich kinderleicht zu sehen, wer denn letztendlich die wirklich böse Hexe ist). Dabei wandern sie durch schöne und bunte CGI Landschaften, die einfach schön gestaltet wurden.
Ebenso offensichtlich ist das der vermeintlich Scharlatane Charmeur Oz, der im schwarz/weiß Vorspann als recht windiger Filou in einem heruntergekommenen Jahrmarkt vorgestellt wird, natürlich im Herzen ein Guter Kerl ist. Die Figur ist aber recht interessant portraitiert und James Franco spielt sie auch mit einem sympathischen Augenzwinkern, dazu kommt eben noch sein Dieneräffchen und beide sorgen auch für eine gute Prise Humor auf ihrem Ausflügen durch die bunte Welt. Das überträgt sich natürlich auch auf den Zuschauer insofern gehen die gut zwei Stunden Laufzeit auch zügig vorbei. Schön auch das Sam Raimi nach den üblen Kommerzausflügen Marke Spiderman, wenn auch unter der Disney Fuchtel, wieder etwas mehr eigene Ideen ausleben kann.
7/10

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