"As far as anticipation? No. It’s exactly as hard as I anticipated, so I’m okay. It’s not like I suddenly stopped and went, “Oh my God, this is impossible.” I was expecting very early mornings, so I’ve got to get up, train in the mornings and then go to work for a 12 hour day. That’s all expected and fine. As far as the sheer scope of it, it’s wonderful. The more the days go on, the more I’m enjoying it."
"The realism, I liked the idea immediately because the traditional Superman fans know what it’s all about and they will hopefully love and associate with the character anyway, because they’ve grown up with him and been there through his various stages of development. But, the people who aren’t die-hard Superman fans still need to be able to associate with the character and that needs to have a sense of realism in today’s world, certainly a sense of science as opposed to mythology attached to it as well. So, people, as I say, can associate and have an emotional connection with him."
"Naturally, screen testing for this was memorable, but not in the sense that a lot of people seemed to assume, which is, “What was it like putting the suit on and being Superman and being there and being shot as Superman?” It was more of a nerve wracking, am I doing it right? Am I going to get the role? How do I look? Is it okay? I haven’t prepared, I haven’t had a chance to prepare nearly enough for this -- yeah, all of the above. So, it was definitely a nerve-wracking experience. As soon as it had finished, as I always do after you finish a screen test, I just forgot about it because in case I didn’t get the role, you don’t want to be disappointed because if you do that in every role you get then you’ll end up throwing yourself off a building."
~ Henry Cavill
Düster schon beginnend, mit unheilvollen Vorboten, mit ominösen Andeutungen, die sich in das Bewusstsein des Zuschauers brennen, mit Herzschlägen auf der Tonspur und einem Klagen vor Schmerz und einem Schreien, mit einem Kampf um Leben und Tod, auf einem Planeten weit hinfort. Eine Warnung wurde ausgesprochen, ungehört, eine Beschleunigung des Sterbens vollzogen, eine Rebellion auch, auf einem untergehenden Planeten, ein Stellen vor Gericht, eine Führung in den Ruin, die Zerstörung einer Rasse, die Entscheidung über Blutlinien. Das Schwert erhoben gegen das eigene Volk, ein weiterer Kampf, wo man sich zuvor lange Zeit gelassen hat für eine Einführung, ein Monolog, ein Dialog, hier Effekte wie im Rausch, eine sofortige Hektik, kein langes Hinauszögern. Durch die Lüfte, ab ins Wasser, eine eigene Vorstellung, eine Nacherzählung von Teil 1 und 2 mit anderen Mitteln und Wegen, mit beeindruckenden visuellen Gestaltungen, die deutlich, überdeutlich die Handschrift des Filmemachers dahinter sprechen, stetig etwas am Explodieren, ein namhafter Darsteller hier gefangen in einem Wahn aus Technik, Crowe kaum hervorscheinend und kaum anwesend, während Brando viel und lange Ruhe hatte vor der Zerstörung, eine Besonderheit dort, ein Gastspiel hier, die Texte ab und an identisch, die Bedenken der Mutter, der Rationalismus des Vaters, ein Leben wird geschenkt und prompt weitergegeben an eine andere Welt, begleitet von Hoffnungen und Träumen, von viel Radau und überschwänglicher Tricktechnik:
Der Planet Krypton gerät durch den Abbau des Planetenkerns ins Wanken. Kurz vor der Explosion stiehlt Kryptons führender Wissenschaftler Jor-El [ Russell Crowe ] den Genetik-Kodex und implantiert ihn seinem neugeborenen Sohn Kal-El [ später Henry Cavill ], dem ersten Kryptonier seit Jahrhunderten. Jor-El gelingt es, Kal-El in einem Raumschiff zur Erde zu schicken, bevor er bei einem Staatsstreich von General Zod [ Michael Shannon ] getötet wird. Kal-El landet in Kansas, wo er von Jonathan [ Kevin Costner ] und Martha Kent [ Diane Lane ] adoptiert und Clark genannt wird. Währenddessen wird die Daily-Planet-Reporterin Lois Lane [ Amy Adams ] von ihrem Chefredakteur Perry White [ Laurence Fishburne ] den Auftrag, die Entdeckung eines kryptonischen Aufklärungsschiffs in der Arktis zu untersuchen.
Freiheit oder Ketzerei, viel geschossen, viel geprügelt, eine Rettung in letzter Sekunde, der Kampf gegen faschistische Tendenzen, für Zukunft und gegen die Wiederholung der Vergangenheit, die Gegenwart längst ausgeschlossen, ein Untergang und ein Fortbestehen auf andere Art und Weise. Eine Schlacht wird hier geschlagen, ein Krieg geführt, viel Dunkelheit, viel Mord, mehr Schatten als Licht, dort ein Eisplanet, hier bloß Düsternis. Wiederholung von Gesagten und von Prophezeiung, programmierte Visualisierung statt eigener Gestaltung, ein Dröhnen und ein Brummen, ein Transformieren und Morphismen, Lava sprengt nach oben, am Anfang schon das Ende, eine Weltendestruktion, eine Reise, nicht die Ankunft des Jungen und das Heranwachsen, sondern bereits der Blick auf den erwachsenen Mann, seine erste Mission, eine brennende Bohrinsel, das Aufhalten von schmelzendem Stahl; die Ankunft und das Aufwachsen auf der Erde als Rückblende dargereicht, die Sinne überschärft, eine weitere Übertreibung. Darstellerisch in vielen Teilen wenig überzeugend, eigentlich wirkt nur Cavill — der für den Anfang der Nullerjahre angekündigten Superman: Flyby, Skript J.J. Abrams, Regie zuerst Brett Ratner, dann Joseph McGinty Nichol, am Casting teilgenommen hat, neben u.a. Josh Hartnett, Jude Law, Ashton Kutcher, Brendan Fraser, Matt Bomer, und Jared Padalecki vorgesprochen hat — selber und sein Ziehvater, der Erste auch fleißig trainiert, der Zweite ein Routinier im Schauspiel; ansonsten ein Vor- und Zurückblenden von Eindrücken, Katastrophen überall, ein Entlanghangeln an Desastern, ein abgestürzter und in den See gefallener Schulbus, mehr eine Anklage an den Jungen als eine Belohnung, ein Vater – Sohn – Gespräch, es geht um Glauben und ängstliche Reaktionen, ums Nichtverstehen, um Vorboten. Eine späte Aufklärung, dargereicht in verschiedenen Abschnitten, in verschiedenen Perioden; Costner wie Crowe (oder Meloni und Fishburne) zuvor als Beispiel eines Schauspiels, ansonsten ein Springen von zurück nach vorn und von vorn ins zurück, eine stete Ablehnung der anderen Menschen, jeweils ein Ausschnitt vom Leben zuvor, danach ein Science-Fiction-Film, eine Reportage über das Dasein und die Existenz. Ein Konglomerat aus dem Erzählerischen von Donner und Lester, aber in der Umkehrung dessen, der verkehrten Projektion, das Aufdrücken eines eigenen optischen Stempels und dem Einhergehen der Empfindungen damit zumindest, keine Leichtigkeit und Lockerheit aber, keine Schwerelosigkeit, sondern nur Schwere selber, widersprechend zu der ersten Quadrologie und auch zu dem Werk von Bryan Singer, welches heutzutage fast vergessen ist und nicht für wert empfunden wird.
"Ein ehrenvoller Tod ist Deine Belohnung."
Mit Sinnhaftigkeit bis zum Horrorfilm wird hier gearbeitet, mit außerirdischen Maschinen, mit dem Eindringen fremder Kräfte und Mächte, mit eher abstoßender Form von Unterhaltung, mit Furcht und Befürchtungen, mit dem Ausbrennen innerer Blutungen. Ein pompöses Szenario reiht sich an das andere, ein Streben zwischen Wissenschaft und Militär, selbst die "Daily Planet" Redaktion ist wie eine Dunkelkammer, keine richtige Sonne, ein "schleichend wucherndes Lügengeschwür", eine Sinnsuche als Mann, ein Fliegen ins Nichts, eine verblühte Zivilisation, auch auf der Erde, nicht nur auf Krypton. Vorbestimmte Rollen vor imaginären Hintergründen, ein Produkt der Versäumnisse der Welt, nicht das Beste von beiden Welten, nicht die treibende Kraft für das Gute, später nur im Kampf mit sich selber, ein Schwanken in das Böse, ein Batman v Superman: Dawn of Justice (2016), ein Ausloten von Grenzen, ein Überschätzen von Kräften und ein Halluzinieren. Ein finstereres Spektakel, laut und grell, ein Verfolgen von Spuren, die vorher geschaffen wurden, keine Annahme von Quellen, ein Darreichen von Tragödien, ein Tornado verantwortlich für den Tod des Vaters, der den Sohn zurückhält von Rettungen. Richtige Emotionen bekommt der von David S. Goyer und Christopher Nolan geschriebene Film nicht zustande, Werbeaufnahmen nur, einzelne Standbilder, ansonsten besorgte Blicke, ängstliche Reaktionen, furchterregende Ankündigungen, das Androhen einer Invasion und einer feindlichen Übernahme, eine Herausforderung an die Erde, "Das Schicksal Eures Planeten liegt in Euren Händen", ein Tragen von Konsequenzen, eine staatliche Verfolgung, eine Beichte bei Gott und in der Kirche wird gesucht, das eigene Gefühl befragt, ein permanentes Risiko, ein permanentes Missvertrauen.
Viele Abweichungen zu den Vorgängern wurden gemacht, nicht nur visuell, sondern vor allem inhaltlich, nicht bloß in der Identität als Reporter, sondern in der Person des Clark Kent an sich, ein ständiges Grübeln, ein ständiger Zweifel, immer auf der Flucht, nie irgendwo dazu gehörend, keine Kollegen und keine Freunde, tatsächlich ein Ausgestoßener wie von der Mutter prophezeit, seit 33 Jahren ein Mann in der Einsamkeit, nichts gelernt und nichts erreicht; "Ich ergebe mich der Menschheit.". Der Aufwand ist nicht unverkennbar, das Nutzen der modernsten Tricktechnik, das ganze Filmstudio nur auf diesen einen Film ausgerichtet, genauso wie es Mitte 2025 sein wird, ein kommerzieller Erfolg angesichts der finanziellen Tätigkeiten und dem Aufbau eines neuen filmischen Universums und dies angesichts früherer Niederschläge (wie bspw. The Flash, 2023, der Man of Steel heftig nutzte und benutzte, der fast als 1.5 auf seine Weise war) dringend nötig. Ein Außenposten von Film, gerettet was man konnte, trotzdem verdorrt und gestorben, eine kinetische Anomalität mit explodierenden Tankstellen und ein Angriff von Kampfjets und abstürzende Hubschrauber noch als kleinste Einheit, eine Erpressung, ein Versinken in skelettierten Köpfen, prägnant die Bildgestaltung Snyders, seine eigene, aber auf Dauer ermüdende Wahrnehmung (von Völkermord), eine Freiheit, die er damals ebenso nutzte wie nunmehr James Gunn; eine Andersartigkeit von Kinoereignis, ein schwarzes Labyrinth, ein Extrahieren von Zellen, mit weit über 200 Mio. USD finanziert, 'bloß' 670 Mio. USD weltweites Einspiel, das Publikum beim Neustart überaus neugierig, dann aber nicht im Folgenden angenommen; verständlicherweise, ein großes Schwarzes Loch von Film, fast wie eine Depression. "Meine Seele, alles wofür ich gelebt habe, hast Du mir genommen."