Nach "28 Days Later" folgte aus Großbritannien kein erwähnenswerter Zombiefilm, die meisten billig produzierten Werke landeten in der Versenkung und wenn nicht gerade so etwas wie "Shaun of the Dead" mit reichlich Humor angereichert wurde, wurde es hierzulande teilweise gar nicht veröffentlicht. Jake Hawkins und Andy Phelps haben mit wenig Kohle einen beinahe amateurhaften Streifen auf die Beine gestellt, welcher zumindest in Ansätzen Spannung verbreitet.
15 Monate nach Ausbruch einer Zombieseuche befindet sich eine Gruppe Überlebender auf dem Weg nach Imperia, wo man halbwegs sicher vor den Untoten sein soll. Beim Zwischenstopp in einer verwaisten Schule entdecken sie einen Zombie mit besonderen Fähigkeiten, was eventuell auf eine Heilung der Epidemie hindeuten könnte...
Im Grunde benötigt ein Zombiefilm lediglich ein paar schlichte Drehorte, einen Bekanntenkreis mit Laiendarstellern und etwas Make-up, bestenfalls jemanden, der Gewalteinlagen ohne Computerschnickschnack hinbekommt. Alls dies hat das Regieduo auftreiben können, - überspringen will der Funke jedoch nicht.
Das liegt hauptsächlich an der zu billigen Ausstattung nebst Kamera, welche zu Beginn arg wackelt und eine nervige Egosicht einbindet, während die Mimen nahezu durch die Bank schlecht performen, bis auf Eric Colvin, der als dubioser Arzt noch ein wenig glaubhafte Mimik mitbringt. Die Figurenzeichnungen fallen lasch aus, Bemühungen um Situationskomik sind nur selten von Erfolg gekrönt und auch die Bedrohung durch die Zombies hält sich in Grenzen, obgleich einige Konfrontationen auszumachen sind.
Immerhin sehen die Untoten okay gestaltet aus und auch die wenigen Gewalteinlagen gehen in Ordnung. Ein abgetrenntes Bein, diverse Enthauptungen, ein offener Bauch und angedeutete Bisse sind passabel in Szene gesetzt und auch ein paar Einschüsse und Hiebe mit Machete oder Golfschläger können sich sehen lassen. Demgegenüber gibt die leere Schule erschreckend wenig her, der Score fällt überhaupt nicht auf und die Story selbst tritt zu lange auf der Stelle, da der Belagerungszustand kaum Überraschungen parat hält.
Im letzten Drittel wird das Tempo doch noch ein wenig gesteigert und die Auseinandersetzungen fallen ein wenig ruppiger aus. Verblüffende Wendungen sollte man natürlich nicht erwarten, doch ein paar Dialoge weniger machen sich aufgrund der lausigen Synchro positiv bemerkbar.
Am Ende bleibt "Zombie Resurrection" (wie der deutsche Verleih auf "Priest" kommt, ist schleierhaft) ein austauschbares Werk mit nur wenigen spannenden Einlagen, kaum Atmosphäre und schwachen Mimen. Hardcore-Fans können den mitnehmen, sollten sich jedoch über das merklich geringe Budget im Klaren sein und der Tatsache, dass die Story rein gar nichts Innovatives oder Markantes liefert.
4 von 10