Review

Da haben wir mal wieder so ein B-Movie. Rundum gelungen, leider gibt es so etwas sehr selten. " The Tracker " ist das Regidebut von Jeff Schechter. Ihn hätte man bei Nu Image mal anfordern sollen, obwohl er Neuling ist, hat er es wirklich drauf. Schade dass dies bis jetzt auch seine letzte Regiarbeit war.
Hauptdarsteller Casper Van Dien hat außer " Starship Troopers " wirklich in keinem nennenswerten Film mitgespielt. Doch dieses B-Movie wertet seine Filmographie etwas auf.

An Story hat man nicht gerade viel zu bieten, aber immerhin solide. Es geht nicht nur um eine Entführung, sondern auch um einen großen Bandenkrieg, der angezettelt werden soll. Und ganz zum Schluss erlebt man noch eine hübsche Überrraschung, welche ich hier aber nicht preisgeben will.
Auch " The Tracker " ist eine Direct to DVD Auswertung und wurde bis jetzt nur einmal bei Premiere gesendet.
Die DVD bekommt man billig hinterhergeschmissen und ich kann dem Actionfan nur raten sie sich zuzulegen. Für das restliche Publikum dürfte der Film keine Bedeutung haben.

Inhalt:
Connor Spears ( Casper Van Dien ) ist ein verdammt guter Privatdetektiv und findet jeden Vermissten. Eines Tages steht ein alter Kumpel, Rick ( Russel Wong ) vor der Tür. Er bittet Connor ihm zu helfen, denn seine Schwester Kim ( Lexa Doig ) sei entführt worden. Widerwillig geht Connor mit ihm nach New York und sie beginnen mit der Suche. Leider ist das Verhältnis der Beiden auch sehr unterkühlt, da Connor einmal etwas mit Kim gehabt hat. Doch sie stoßen schon bald auf das Geheimnis der Entführung, aber auch die Gegner schlafen nicht und versuchen Connor und Rick aus dem Weg zu räumen.

Zugegeben, besonders innovativ ist der Plot nicht und auch an Action hätte man mehr bringen dürfen, aber trotzdem ist der Film witzig und rasant. Denn Connor und Rick bleiben bei ihren Ermittlungen nicht allein, sondern bekommen Hilfe von der Taxifahrerin Carmen und von einem Ex Kollegen von Connor. Unter den Vieren gibt es andauernd irgendwelche Wortgefechte und Onliner am laufenden Band. Es reicht zwar nie zum totlachen, aber amüsieren tut es allemal. Natürlich dürfen auch die Prügeleien untereinander nicht fehlen.
Da macht es dann gar nichts mehr aus, dass man etwas zu wenig Action geboten bekommt, denn auch die Dialoge zeugen zwar nicht gerade von besonderer Klugheit, besitzem jedoch wirklich Pepp und machen Spass.

Wenns mal knallt dann richtig. Gleich beim Anfangsshootout wird ein ganzes Haus zusammengeschossen und ein paar Autos müssen auch dran glauben. Die Shootouts sind sehr blutig und Keiner beisst hier ins Gras, ohne nicht zumindest einen blutigen Einschuss kassiert zu haben. Aber meistens werden die Gegner regelrecht zersiebt. Geschossen wird viel, aber trotzdem dominieren die Fights die Action und Diese sind allererste Sahne. Hier wird geprügelt bis die Fontanelle glüht und dass mit einer spitzen Choreographie. Hier schlägt wirklich das Actionherz höher und vor allem der Showdown hat es in sich. Nur leider ist es letzten endlich nur ein bisschen zu wenig. Es wird etwas zu viel Zeit mit den Ermittlungen verplempert.
Der Score von Marc Ouellette ist für ein B-Movie sehr vielseitig und untermalt den Film prächtig. Man hat sich hier wirklich Mühe gegeben und andere B-Movies können sich hier mal ne Scheibe abschneiden.
Auch die sehr triste Kulisse New York passt perfekt zum Geschehen.

Casper Van Dien in seiner besten Rolle, außer " Starship Troopers " Er gibt den eigensinnigen und sturen Privatdetektiv Connor Spears. Er ist kein Edelmime, schlendert aber sehr solide durch den Film und macht in der Action eine gute Figur.
Auch der unbekanntere Russel Wong als Rick macht seine Sache gut. ER und Connor sind ein echt gutes Gespann und lassen teils sogar gutes Buddy Feeling herüberkommen.
Lexa Doig verkörpert Ricks Schwester Kim, welche entführt wird. Ist eher nur eine Nebenrolle, sie ist nur anfangs und im Finale zu sehen. Auch sie ist sehr glaubwürdig.
Erwähnenswert sein noch Francoise Robertson als harte Taxifahrerin Carmen. Sie ist ein sehr sympatischer Charakter und bringt Sprüche am laufenden Band. Außerdem langt sie gern mal hart zu und verprügelt ihre Kollegen und im Finale dreht sie richtig auf.
Auch die Darsteller sind erstaunlich gut für diesen Film.

Fazit:
Ein Geheimtipp von mir. Wirklich ein toller B-Actioner mit solider Story. Leider beschäftigt man sich etwas zu lang mit den Ermittlungen und lässt die Action etwas außer Acht. Langweilig wirds aber trotzdem nicht, da die Dialoge viel Witz und Pepp besitzen. Die Action selber ist knallhart und 1A inszeniert. Viele blutige Einschüsse und harte Keilereien. Die Spannung kann zumindest aud solidem Niveau mitgehen. Der Score ist sehr vielseitig und klingt sehr gut. Auch die Darsteller sind allesamt überzeugend und sehr gut für so einen B - Actioner.
Actionfans müssen hier zugreifen, der Rest wird es wohl nicht so prickelnd finden.

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